Bökelberg in Schutt und Asche

16. März 2006, 11:37
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Das legendäre Stadion ist nicht mehr, die langjährige Heimstätte von Borussia Mönchengladbach wurde gesprengt

Mönchengladbach - Mit einem sprengtechnischen Kraftakt ist am Dienstag der Gladbacher Bökelberg in Schutt und Asche gelegt worden. Zum Abschied machte das ehemalige Stadion des deutschen Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach dem Sprengmeister aber einen Strich durch die Rechnung. 80 Kilogramm Sprengstoff ließen zwar die Haupttribüne des ältesten Bundesliga-Stadions einstürzen, nicht aber die Lichtmasten und das daran aufgehängte Dach. Riesige Pressluft-Bagger brachten schließlich auch den letzten Stein ins Wanken und setzten damit den Schlusspunkt.

Doch der "Mythos Bökelberg" bröckelt nicht. Auf dem Gelände der ausgehobenen Kiesgrube "de Kull" sorgte Borussia Mönchengladbach 1919 im Spiel gegen den Lokalrivalen FC Eintracht mit dem ersten Heimsieg auf dem neu errichteten Spielstätte für Jubel. Und auch in den folgenden Jahrzehnten sah der Berg große Erfolge: Fünf Mal konnten die "Fohlen" den Meistertitel gewinnen. Den höchsten Sieg vor heimischer Kulisse fuhren die Borussen 1967 gegen den FC Schalke 04 ein. Unter der Regie von Trainerlegende Hennes Weisweiler, der Gladbach in den 70er Jahren zum besten Team neben den Bayern gemacht hatte, klingelte es elf Mal im Kasten der "Königsblauen". (APA/dpa/red)

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