Care: Mehr Einfluss von Frauen heißt weniger Armut

7. März 2006, 17:29
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"Empowering Women" als zentraler Ansatzpunkt

Vor 60 Jahren wurden die ersten CARE-Pakete ausgeliefert: Gerade im heurigen Jubiläumsjahr sei "Empowering Women" ein zentraler Ansatzpunkt für die internationale Hilfsorganisation.

"Ungeheuer viel ungenütztes Potential"

Mehr Einfluss von Frauen heißt laut Ulrike Schelander, Geschäftsführerin von CARE Österreich, weniger Armut. "Frauen haben ungeheuerlich viel ungenütztes Potenzial, das gerade im Kampf gegen die weltweite Armut besonders erforderlich ist." Zum 60-Jahr-Jubiläum des CARE-Pakets und zum 20. Geburtstag von CARE Österreich werde deshalb die Förderung von Frauen noch weiter ins Zentrum der Aktivitäten gerückt. Zum Beispiel solle bis Herbst 2006 eine Liste mit 60 prominenten Frauen erstellt werden: Um aufzeigen, dass Frauen die Kraft haben, die Welt zu verändern.

Frauen stärken, Welt verbessern

75 Prozent der ärmsten Menschen der Welt sind Frauen, genauso wie zwei Drittel der 876 Millionen Analphabeten und Analphabetinnen. Und obwohl Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung stellen und auch die Hälfte der Nahrungsmittel weltweit produzieren, besitzen sie gerade einmal ein Prozent des Ackerlandes. "Frauen zu stärken ist der entscheidende erste Schritt in Richtung einer langfristigen, positiven Veränderung in den ärmsten Ländern der Welt," bringt es Schelander auf den Punkt. Zum Beispiel sei das Einkommen von Familien umso höher, je länger die Mädchen in die Schule gehen. Diese Frauen hätten auch weniger und gesündere Kinder.

Frauen besonders zu fördern, sei ein wesentlicher Ansatz in allen Projekten von CARE. CARE Österreich unterstütze Frauen aber auch ganz gezielt in einer Reihe von Projekten, z.B. bei Ausbildungs- und Vernetzungsprojekten in Guatemala oder mit der besonderen Förderung von Kleinunternehmerinnen in Uganda und Burundi. (red)

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