Langer Winter lässt Pollenallergiker aufatmen

11. März 2006, 20:34
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Experten erwarten dennoch starke Saison - Massive Pollenbelastung setzt tagelange Temperaturen über zwölf Grad voraus

Wien - Für eine bestimmte Personengruppe bedeutet der lange Winter Erholung pur: Die Allergiker. Laut Experten ist derzeit noch nicht mit dem Ausbruch der heurigen Pollensaison zu rechnen. Wenn der Blütenstaub jedoch einmal freigesetzt wird, könnte es "heftig" werden.

"Für eine massive Pollenbelastung bräuchten wir drei bis vier Tage, an denen es hintereinander mindestens zwölf Grad plus hat", erklärte Professor Siegfried Jäger von der HNO-Klinik im Wiener AKH im APA-Gespräch. Die Blühbereitschaft habe im Burgenland und in der Oststeiermark bereits eingesetzt, im restlichen Österreich rege sich diesbezüglich noch nichts.

Erst Hasel, dann Pappel

Erlen und Haselsträucher stehen bereits in den Startlöchern. Sie kündigen den Beginn der Pollensaison an, die laut Jäger "heftig" werden könnte. Anschließend folgen Pappel, Weide und Ulme - nach Einschätzung des HNO-Spezialisten allesamt "ungefährlich" für Allergiker. Doch dann kommen Esche und Birke. Besonders Letztere setzt den Betroffenen Jahr für Jahr enorm zu.

Laut Hoher Warte sind spätestens am Donnerstag und Freitag erstmals in dieser Saison im Süden und Osten und örtlich auch in Oberösterreich und Salzburg sowie in einigen Tälern und Becken der Alpen Temperaturen zu erwarten, die die Blühbereitschaft der ersten Vorboten der heurigen Pollensaison auslösen können. Damit sei die Schonfrist für Pollenallergiker endgültig vorbei. Einzig die zum Teil stark ausfallenden Niederschläge, die mit dem Durchzug einer Störungszone und einem Tiefdruckgebiet südlich der Alpen zu erwarten sind, lässt die Hoffnung zu, dass die Belastungen deutlich abgeschwächt werden. (APA)

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