WM-Kampagne "Abpfiff" in Deutschland gestartet

8. März 2006, 20:15
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Mit sexueller Ausbeutung werden Milliardengeschäfte gemacht

Berlin - Anlässlich des internationalen Frauentags hat der Deutsche Frauenrat am Dienstag seine WM-Kampagne "Abpfiff" gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel gestartet. DFB-Präsident Theo Zwanziger als Schirmherr und VertreterInnen verschiedener Organisationen stellten das Projekt in Berlin offiziell vor. Ziel ist es, die Fußballweltmeisterschaft zu nutzen, um Aufmerksamkeit auf das Geschäft mit sexueller Ausbeutung und Menschenrechtsverletzung zu lenken. Menschenhandel und Zwangsprostitution seien weltweit zu einem blühenden, lukrativen Markt mit Milliardengewinnen geworden wie Drogen- und Waffenhandel, beklagten die Initiatoren der Kampagne. "Fakt ist: Das Geschäft mit Frauen boomt", erklärte die Vorsitzende des Frauenrats, Brunhilde Raiser. Großereignisse wie auch die WM steigerten nicht nur die Nachfrage nach der legalen Dienstleistung Prostitution. Sie leisteten auch "schändlichen Delikten" wie Zwangsprostitution Vorschub, sagte Zwanziger. "Wir können nicht so tun, als ginge uns das nichts an. Um die "miese Geschichte" unter Kontrolle zu bekommen, gelte es, Aufmerksamkeit zu wecken und Aufklärung an den Mann zu bringen. (APA/AP)
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    DFB-Präsident Theo Zwanziger beim Auftakt zum Abpfiff: Es gelte, die "miese Geschichte" unter Kontrolle zu bekommen.
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