VW-Chef Pischetsrieder denkt nicht an Rückzug

7. März 2006, 16:03
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Aufsichtratchef Piech schürt Zweifel an einer Zukunft Pieschetsrieders als Konzernchef

Wolfsburg - VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder denkt nicht an einen Rückzug. Er wolle den Konzern zum Erfolg führen, sagte Pischetsrieder am Dienstag in Wolfsburg. Die anstehende Verlängerung seines Vertrags gilt nach Äußerungen von Aufsichtsratschef Ferdinand Piech als unsicher.

Deutliches Signal an die Belegschaft

Piech hatte gesagt, Pischetsrieder könnte auf eine starke Opposition der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat stoßen. Pischetsrieder sandte ein deutliches Signal an die Belegschaft: Ein Unternehmen könne nur mit, nicht gegen die Arbeitnehmer geführt werden. Er sagte zudem, der VW-Vorstand lasse sich nicht "auseinander dividieren". Die Ziele könnten nur gemeinsam erreicht werden.

"Ich möchte den Konzern gemeinsam mit den Kollegen zum Erfolg führen", sagte Pischetsrieder. "Wir sind uns alle einig, dass wir uns nicht auseinanderdividieren lassen", sagte der Konzernchef mit Blick auf Spekulationen, Audi-Chef Martin Winterkorn könnte ihn ersetzen. Die Diskussion über die Verlängerung seines Vertrags als Vorstandschef gehöre in den Aufsichtsrat und nicht in die Öffentlichkeit. Er bekräftigte die Notwendigkeit der Sanierung der Kernmarke VW.

VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Großaktionär Ferdinand Piech hatte in einem Zeitungsinterview Zweifel an Pischetsrieders Zukunft als Konzernchef geschürt und dies mit dem von ihm erwarteten Abstimmungsverhalten der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat begründet. Pischetsrieder betonte, man könne ein Unternehmen nur mit den Mitarbeitern und nicht gegen sie führen. (APA/dpa/Reuters)

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