Neubeginn im Wüstensand

15. März 2006, 11:49
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Die neue Saison startet am Sonntag in Bahrain. Aufgrund des neuen Reglements und seinen Unwägbarkeiten scheint Spannung garantiert

Wien - Mit dem Grand Prix von Bahrain am kommenden Wochenende auf der 5,412 Kilometer langen Strecke von Manama beginnt die Formel-1-Weltmeisterschaft 2006. Der Saisonauftakt geht deshalb in Arabien in Szene, weil in Melbourne, wo WM in den letzten zehn Jahren gestartet wurde, derzeit die Commonwealth-Spiele ausgetragen werden. 18 Rennen auf vier Kontinenten warten bis zum Saisonfinale im Oktober in Brasilien auf die Teams.

Viel Spannung versprechen diesmal die umfangreichen technischen und sportlichen Regelmentänderungen und die sich daraus ergebenden Unwägbarkeiten. Die wichtigste Neuerung betrifft ohne Zweifel den Wechsel von V10- auf V8-Motoren, was sich in der Folge auch stark auf die Konstruktion des gesamten Wagens auswirkt. Weiters gibt es neue Aerodynamik-Bestimmungen, die neue Vorschrift für Crashtests verlangt um 50 Prozent höhere Aufprallkräfte für die Heckstruktur.

Qualifying dreigeteilt

Was den sportlichen Bereich betrifft: Reifenwechsel sind wieder während des Rennens erlaubt, das Einzelzeitfahren im Qualifying ist Geschichte. Nunmehr wird in einem dreiteiligen Ausscheidungbewerb über die Startaufstellung entschieden. Die ersten beiden Teile dauern jeweils 15 Minuten, am Ende jedes Abschnitts scheiden die jeweils sechs langsamsten Fahrer aus. Für sie bleiben die Plätze 17 bis 22, beziehungsweise elf bis 16. Die verbleibenden Piloten fahren im dritten und letzten Teil in 20 Minuten um die Pole Position sowie die Startplätze zwei bis zehn aus.

Renault favorisiert

Als stärkstes Team wird gemeinhin wieder Renault um Champion Fernando Alonso erwartet. "Renault sieht momentan am stärksten aus, gefolgt von drei Teams: Honda, Mercedes und Ferrari", meint etwa Michael Schumacher. Und Alonso fügte hinzu: "Ich weiß, dass wir mit dem R26 einen konkurrenzfähigen Rennwagen haben, so dass es mein einziges Ziel ist, den Titelgewinn zu wiederholen."

Schon im Vorjahr hat der Spanier in Bahrain gesiegt: "Das ist ein einzigartiger Kurs, weil viel Sand auf die Streckenoberfläche geblasen wird. Man weiß vor einer Kurve nie, wie die Bedingungen sind. Das macht das Fahren sehr komplex. Beim Auftakt wird es einige Unbekannte geben."

Schumacher hat im Februar viel in Bahrain getestet, so dass er sich auf die Verhältnisse gut einstellen konnte. "Das dürfte uns einen gewissen Vorsprung geben für die Vorgehensweise bei Reifen- und Abstimmungswahl", gibt sich der 84-fache GP-Sieger optimistisch. (rob)

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