Teheran fordert Entschädigung von IAEO

7. März 2006, 12:25
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Wegen vorübergehender Aussetzung der Urananreicherung

Teheran/Wien - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) Entschädigung für die vorübergehende Aussetzung der Urananreicherung in seinem Land verlangt. Die Entwicklung der Wissenschaft und Technik sowie der Wirtschaft habe infolge dieser freiwilligen Maßnahme Teherans im Jahre 2003 Schaden erlitten, sagte Ahmadinejad am Dienstag laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens. Deshalb schulde die Atomorganisation der Vereinten Nationen dem Iran eine Kompensation.

Die Erklärung Ahmadinejads wurde kurz vor Wiederaufnahme der Sitzung des IAEO-Gouverneursrats in Wien ausgestrahlt. Dort stand am Dienstag der russische Kompromissvorschlag im Mittelpunkt der Beratungen. Demnach soll dem Iran eine Urananreicherung im geringen Umgang genehmigt werden, wenn Teheran im Gegenzug umfassende Inspektionen seitens der IAEO wieder zulässt. Diplomaten in Wien zufolge wurden diesem Vorschlag allerdings kaum Chancen eingeräumt, es sei denn, die USA könnten dafür gewonnen werden. Dies schien sich zunächst aber nicht abzuzeichnen. (APA/AP)

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