Rosa Mayreder-Preis gleich zweimal vergeben

7. März 2006, 12:16
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Auszeichnung der Grünen Niederösterreich an Projekt "Brot und Rosen" und den Verein "Grenzenlos St. Andrä-Wördern"

Wien - Bereits zum sechsten Mal verliehen die Grünen NÖ am Montag Abend den Frauenpreis an engagierte Frauenprojekte in Niederösterreich. Die Entscheidung fiel der Jury, Madeleine Petrovic (Klubobfrau der NÖ Grünen), Mimi Wunderer (Intendantin "Bühne im Hof"), Irene Brickner (Journalistin) und Eva Rossmann (Autorin), nicht leicht. Die Projekte, die zum Thema "Frauenrechte sind auch Menschenrechte" eingereicht wurden, hätten sich laut Jury alle einen Preis verdient.

Nach langen Überlegungen wurde jedoch entschieden, das ausgeschriebene Preisgeld von EUR 3.000,-- auf 2 Projekte zu verteilen:

EUR 1.500,-- für die BHAK und BHAS Baden für das Projekt "Brot und Rosen" und EUR 1.500,-- für den Verein "Grenzenlos St. Andrä-Wördern" für das "Frauen-Deutsch-Projekt".

Die Siegerprojekte

Im Laufe des gesamten Schuljahres 2004/2005 wurden die SchülerInnen der BHAS und BHAS Baden in vielen verschiedenen Unterrichtsfächern mit dem Thema "Frauenrechte" konfrontiert. Es wurde ein breiter Bogen über eine Vielzahl von Themen gespannt wie z.B. Geografie (Frauen in aller Welt) über den Fremdsprachenunterricht (Frauenbild in div. Filmen), Biologie (eine Hebamme als Gastreferentin zum Thema Schwangerschaft und Geburt) bis hin zum Selbstverteidigungskurs für Mädchen im Rahmen von Leibesübungen.

Die Schule wird von beinahe doppelt so vielen Mädchen wie Burschen besucht, der Anteil an Mädchen aus MigrantInnenfamilien ist besonders in der BHAS sehr hoch. Was liegt also näher als im eigenen Haus, bei der eigenen Jugend anzusetzen, um etwas zu bewegen in Sachen Frauenrechte?

Durch den Einsatz - auch finanzieller Art - der LehrerInnen wurde dieses Projekt ermöglicht, dass gerade in den jugendlichen Reihen für Aufklärung, Verständnis und Respekt gegenüber anderen sorgt.

Verein Grenzenlos: "Frauen-Deutsch-Projekt"

Der Verein "Grenzenlos St. Andrä-Wördern" widmet sich seit Mai 2003 dem Thema Integration, welches vor allem über das Gemeinsam-Kochen, Essen und Trinken und auch Spielen lebt. In dieser Arbeit hat sich vor allem das Sprach- und Kontakt-Problem als ein grundlegendes, vor allem für Frauen betreffendes herauskristallisiert.

Daher werden in Kooperation mit der Gemeinde seit Jänner 2005 Deutschkurse abgehalten, die auch durch die terminliche Gestaltung (am Vormittag) und leicht erreichbarer Ort (im Gemeindeamt) und der Tatsache, dass Kleinkinder willkommen sind, vor allem Frauen anspricht.

Aus dem Sprachkurs hat sich viel mehr entwickelt, so konnten zwei Analphabetinnen große Fortschritte im Lesen und Schreiben machen und eine Absolventin hat aufgrund ihrer guten Deutschkenntnisse auch eine Arbeitsstelle gefunden. Durch diese gemeinsame Vertrauensbasis wird Integration gelebt. (red)

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