"IBM will eine Balance zwischen Services, Hardware und Software"

14. März 2006, 10:49
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Vorstandsvorsitzender von IBM-Deutschland Johann Weihen im Interview - Kunden denken wieder strategischer

Über zehn Jahre lang betonte IBM Deutschland das Bild vom IT-Dienstleistungskonzern. In seinem ersten Interview als Vorsitzender von IBM Deutschland relativiert Johann Weihen gegenüber der IT-Wochenzeitung Computerwoche diese Strategie: "Die klare Botschaft an die Belegschaft und an den Markt lautet: Das IBM-Geschäft besteht aus Hardware; Software und Services."

Mister Service

Im Interview mit der IT-Wochenzeitung führt Weihen, der seit 1974 für das Unternehmen tätig ist, aus: "Wenn wir in Zukunft das Servicegeschäft im Sinne der Wertschöpfung erfolgreich betreiben wollen, müssen wir bei unseren Kunden Hardware- und Softwarekomponenten mitberücksichtigen." Denn der Kunde wolle "nicht nur mit Mister Service sprechen".

Trend

Entgegen kommt dem IBM-Manager dabei der Trend zu Service-orientierten Architekturen (SOA). Diese setzen ebenfalls eine integrierte Sicht auf die IT-Landschaft eines Unternehmens voraus. Ein SOA-Konzept lasse sich beim Kunden nicht in einer Stand-alone-Betrachtung von Hardware, Software oder Services umsetzen, sondern benötige ein enges Zusammenwirken aller drei Bereiche, erklärt Weihen im Exklusiv-Interview mit der IT-Wochenzeitung.

"Sie schauen nicht mehr ausschließlich auf die Kosten. Die Projekte werden wieder länger und größer"

Die Zukunft für IBM sieht Weihen optimistisch. Nach der Talsohle der vergangenen Jahre habe sich die Einstellung der Kunden langsam wieder geändert: "Sie schauen nicht mehr ausschließlich auf die Kosten. Die Projekte werden wieder länger und größer", berichtet der IBM-Vorsitzende. Der Wunsch nach extrem schneller Rentabilität sei nicht mehr so ausgeprägt, die "Kunden denken wieder strategischer". (red)

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