IDS Scheer verdiente weniger

16. März 2006, 15:58
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Das deutsche Softwarehaus freut sich über gestiegene Umsätze - hat aber unter dem Strich weniger verdient

Frankfurt - Das deutsche Software- und Beratungsunternehmen IDS Scheer hat trotz gestiegener Umsätze im vergangenen Jahr unter dem Strich weniger verdient als 2004.

Der Überschuss habe 18,8 Mio. Euro betragen, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 21 Mio. Euro erreicht worden war, teilte das Unternehmen am Dienstag in Saarbrücken mit. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) verdiente das im Technologiewerte-Index TecDax gelistete Softwarehaus 33,6 (Vorjahr: 35,3) Mio. Euro. Beim Umsatz legte IDS Scheer im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 318 Mio. Euro zu.

Höhere Kosten für Mitarbeiter

Den Rückgang des operativen Gewinns hatte das Unternehmen im Jänner mit höheren Kosten für die Neueinstellung von fast 400 Mitarbeitern begründet. Im laufenden Jahr soll der weltweite Mitarbeiterstamm von derzeit 2500 um 120 weitere Beschäftigte aufgestockt werden. Das Softwarehaus bekräftigte die Erwartung, dass der Umsatz 2006 um neun bis zehn Prozent steigen und die Ebita-Marge um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte zulegen soll. 2005 war sie auf 10,6 (12,6) Prozent gesunken. Seine Aktionäre will IDS Scheer mit einer Dividende von 18 (16) Cent am Gewinn des Vorjahres beteiligen.

Größter Teil des Umsatzes kommt aus Deutschland

Den größten Teil seinen Umsatzes erwirtschaftet das Saarbrücker Unternehmen in Deutschland. In dem umsatzstärksten Geschäftsbereich Beratung verzeichnete IDS Scheer nach eigenen Angaben einen Zuwachs von zwölf Prozent auf 231 Mio. Euro. Das Produktgeschäft legte um 16 Prozent auf 87,1 Mio. Euro zu. Mittelfristig will IDS Scheer das margenstarke Produktgeschäft auf rund 40 Prozent des Konzernumsatzes ausbauen. (APA/Reuters)

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