Texas Instruments konkretisiert Quartalsprognose

16. März 2006, 15:58
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Es wird nun im ersten Geschäftsquartal mit einem Gewinn aus dem laufenden Geschäft von 31 bis 33 Cent je Aktie gerechnet

San Francisco - Der US-Halbleiterkonzern Texas Instruments hat am Montag die Prognose für seinen Quartalsgewinn konkretisiert. Ein führender Manager verwies in einer Telefonkonferenz auf die unerwartet starke Nachfrage im Jänner. Analysten zeigten sich gleichwohl enttäuscht - der Markt habe auf mehr gehofft, hieß es. Die Aktie gab im nachbörslichen US-Handel um drei Prozent auf 31,35 Dollar (26,09 Euro) nach. Zum Börsenschluss in New York hatten sie 0,1 Prozent im Plus bei 32,33 Dollar gelegen.

Es werde nun im ersten Geschäftsquartal mit einem Gewinn aus dem laufenden Geschäft von 31 bis 33 Cent je Aktie gerechnet, teilte der Konzern mit. Zuvor war das Unternehmen von 29 bis 33 Cent je Aktie ausgegangen. Auch die Spanne für den erwarteten Umsatz wurde präzisiert. Dieser solle zwischen 3,22 Milliarden und 3,35 Milliarden Dollar liegen, hieß es. Die vorherige Prognose lag bei einer Spanne zwischen 3,11 Milliarden und 3,38 Milliarden Dollar.

Lagerbestände angehoben

Vizepräsident Ron Slaymaker sagte, die Lagerbestände des Unternehmens seien zwar immer noch niedrig, hätten aber im laufenden Quartal etwas angehoben werden können. Niedrige Bestände werden mit Sorge gesehen, weil sie für Kunden Lieferverzögerungen bedeuten und damit ein Wachstumshindernis sein können.

"Es ist eine gute Aktualisierung", sagte Analyst Cody Acree von Stifel Nicolaus. Die neue Prognose reiche aber nicht, um den Markt zufrieden zu stellen. Die Aktie von Texas Instruments war in der vergangenen Woche um zehn Prozent gestiegen - das verdeutlicht, dass Händler auf einen Ausblick gehofft hatten, der die Erwartungen übersteigt.

Intel oder die Branche

Im Fokus standen die Ankündigungen auch deswegen, weil der weltgrößte Chiphersteller, Intel, in der vergangenen Woche eine Gewinnwarnung für das Quartal abgegeben hatte. Analysten sahen darin überwiegend ein Intel-spezifisches Problem, das keinen Rückschluss auf die gesamte Branche zulasse. (APA/Reuters)

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