Mehrheit der US-Bürger befürchtet Bürgerkrieg im Irak

8. März 2006, 15:41
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59 Prozent lehnen Irak-Politik von Bush ab

Washington - Nach den jüngsten Anschlägen im Irak halten acht von zehn US-Bürgern einer Umfrage zufolge einen Bürgerkrieg in dem Golftstaat für wahrscheinlich. Für 55 Prozent der Befragten machten die USA bei der Herstellung von Ordnung im Irak keine bedeutenden Fortschritte, hieß es der am Montag von dem Fernsehsender ABC und der Zeitung "Washington Post" veröffentlichten Studie.

Kurz nach der irakischen Parlamentswahl im Dezember lag dieser Wert noch 19 Prozentpunkte tiefer. In jüngster Zeit haben die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten im Irak zugenommen. Dabei sind seit einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Samarra am 22. Februar mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen.

59 Prozent der US-Bürger lehnten der Umfrage zufolge Präsident George W. Bushs Irak-Politik ab. Im Jänner hätten sich nur 40 Prozent so geäußert. Dennoch seien weniger als 20 Prozent für einen sofortigen Abzug der US-Soldaten aus dem Irak. 52 Prozent sprachen sich laut Umfrage aber dafür aus, die Truppenstärke zu reduzieren.

Für die Untersuchung befragten die Meinungsforscher zwischen dem 2. und 5. März 1000 Personen. (APA/Reuters)

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