Canal+ verlangt Entschädigung für schlechtes Match

16. März 2006, 11:37
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Paris St. Germain vs. Olympique Marseille war nicht zumutbar

Paris - Nach dem katastrophalen torlosen Fußballspiel zwischen Paris St. Germain und Olympique Marseille am Sonntag verlangt der Fernsehsender Canal+ eine Entschädigung von der französischen Fußball-Liga FLP. Marseille hatte am Sonntag aus Angst vor Ausschreitungen von Hooligans nur eine B-Mannschaft nach Paris geschickt. "Wir haben aus Achtung vor unseren Abonnenten entschieden, dieses Spiel zu übertragen", sagte der Sportchef des Senders, Alexandre Bompard, am Montag in Paris. "Wir haben ein bestürzendes Spiel gesehen, und das war angesichts der angereisten Mannschaft klar voraussehbar."

Canal+ hält bis 2008 die Übertragungsrechte für die erste französische Liga. Der Sender zahlt dafür im Schnitt 600 Millionen Euro pro Saison. "Die Liga organisiert dieses Spektakel, diesen Wettbewerb", sagte Bompard. "Wir werden uns also an sie wenden, um dafür zu sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert, denn es beschädigt die Glaubwürdigkeit der französischen Meisterschaft erheblich." Die Höhe der zu fordernden Entschädigung habe der Sender noch nicht berechnet.

Die Liga hatte Marseille aufgerufen, sein bestes Team nach Paris zu schicken, weil die Sicherheit gewährleistet sei. Das Spiel wurde von einem großen Polizeiaufgebot gesichert.(APA/dpa)

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