Haider glaubt schlechten Umfragewerten nicht

7. März 2006, 09:59
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BZÖ dementiert Ablöse von Gorbach

Klagenfurt - Heftige Nachwehen zeitigt eine Wahlumfrage des OGM-Instituts in Kärnten. Im Auftrag der Kleinen Zeitung hatte OGM die Stimmungslage nach dem Platzen der orange-roten Chianti-Koalition erhoben. Dabei war das BZÖ auf 29 Prozent heruntergerasselt, während die SPÖ mit 41 Prozent weit davonzieht.

BZÖ-Chef Landeshauptmann Jörg Haider und sein Stellvertreter Martin Strutz sprechen jetzt von "Manipulation" und zeihen OGM-Chef Wolfgang Bachmayer der Lüge. Denn dieser habe vor 14 Tagen bereits für die APA eine Umfrage gemacht und dabei die Vertrauenswerte der Politiker erhoben. "Dabei lag das BZÖ auf 33 Prozent und die SPÖ auf 38. Und weil der BZÖ-Wert so hoch war, hat man gleich eine zweite Umfrage nachgeschoben, die die guten Werte bestätigte", behauptet Strutz, der dies mit Bachmayer damals so besprochen haben will.

Dass Politiker wegen schwacher Werte immer wieder anrufen, sei normal, sagt OGM-Chef Bachmayer. Nicht beschwert haben sich Haider, Strutz&Co übrigens über die Landeshauptmann-Direktwahl der jüngsten OGM-Umfrage. Da liegt Haider mit 35 Prozent noch klar vor Gaby Schaunig, die 28 Prozent als Landeshauptfrau wollen.

Haider hat am Montag Spekulationen über mögliche Personalentscheidungen auf der zweitägigen BZÖ-Sitzung in Bad Aussee zurückgewiesen. "Hubert Gorbach ist und bleibt Vizekanzler und geschäftsführender Parteichef", ließ Haider mitteilen. (stein, DER STANDARD, Print, 7.3.2006)

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