Nano Tec Center Weiz in Planung

20. März 2006, 12:43
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Baubeginn im oststeirischen Weiz ist Ende April

Graz - Einen deutlichen Fokus auf das steirische Stärkefeld Nanotechnologie wollen die TU Graz und das Joanneum Research (JR) setzen. Dazu gründeten die beiden Grazer Forschungseinrichtungen nun die "Nano Tec Center Weiz Forschungsgesellschaft mbH" (NTC Weiz GmbH). Baubeginn für die Einrichtung der Gesellschaft im oststeirischen Weiz ist Ende April. Erste Forschungsprojekte sollen Ende 2007 an den Start gehen.

Von Lebensmittel-, Raumluft- und Arbeitssicherheits-Überwachung bis hin zu medizinischen Schnelltests für den Notfall reicht das Anwendungsspektrum der Sensor- und Bauelemente, die in der neuen NTC Weiz GmbH entwickelt werden sollen. Die TU Graz und das JR hatten ihre ohnehin traditionelle Zusammenarbeit durch einen im Jahr 2004 verabschiedeten Kooperationsvertrag zusätzlich gestärkt. Nun gründeten die beiden Forschungseinrichtungen am 28. Februar die NTC Weiz GmbH, um "die Steiermark noch deutlicher als bisher ins Zentrum einer entscheidenden Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu rücken", wie die TU am Montag bekannt gab.

Aktivitäten

Neue Anwendungsbereiche in Optoelektronik, Sensorik und Nanoanalytik sollen technologisch und wirtschaftlich erschlossen werden, so die beiden Geschäftsführer Helmut Wiedenhofer (JR) und Emil List (TU). Dazu soll die NTC Weiz auch mit internationalen Unternehmen zusammenarbeiten. Geplant sind Aktivitäten wie die Abwicklung von Forschungsprojekten über Dienstleistungen wie Test-, Mess- oder Prüfaufträge bis hin zur gemeinsam mit Firmen durchgeführten Prozess- und Produktentwicklung. Technologie-Coaching für Industriebetriebe und klein- und mittelständische Unternehmen soll einen weiteren Schwerpunkt des Weizer Nanocenters bilden.

Ab Mai wird an einem zweiten Weizer Energie- und Innovationszentrum gebaut. "Bis Ende November soll der Rohbau stehen und bis März bezugsfertig sein", so List. Auf 940 Quadratmetern werden Büro- und Laborräume angesiedelt sein. Erste Forschungsprojekte in den neuen Räumlichkeiten sollen Ende 2007 bzw. längstens Anfang 2008 starten. Die laufende Vorfeldforschung, die bis zur Übersiedelung ins neue Gebäude weiter an der TU Graz bzw. in Räumen der JR im "Weizer Energie- und Innovationszentrum I" durchgeführt wird, werde einen "fliegenden Start" ermöglichen, erklärte List. 15 bis 20 Mitarbeiter sollen in Zukunft dort arbeiten.

Die Kosten für die Infrastruktur belaufen sich auf drei Mio. Euro, die zu 50 Prozent aus EU-Regionalförderungsmittel und zu je 25 Prozent vom Zukunftsfonds des Landes Steiermark und aus Eigenmitteln der Gesellschafter kommen. (APA)

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