"Donauchem" wandert von Wien nach NÖ

22. März 2006, 14:58
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Donau Chemie AG gibt einige Niederlassungen in Wien auf - Schritt zur Expansion in Pischelsdorf bei Tulln - für 2007 Fertigungs- und Distributionszentrum geplant

St. Pölten - Die Donau Chemie AG gibt eine seiner Niederlassungen in der Bundeshauptstadt Wien auf und verlagert den Standort nach Niederösterreich. Die Sparte "Donauchem", die Grundchemikalien für Industrie und Gewerbe lagert, konfektioniert und an Kunden liefert, übersiedelt laut NÖ Wirtschaftspressedienst vom Montag vollständig von Wien-Liesing nach Pischelsdorf bei Tulln.

Die Standortverlegung stelle einen Schritt zur umfassenden Expansion im Tullnerfeld dar. "Wir werden rund zwölf Millionen Euro in Pischelsdorf investieren. Wenn der Zeitplan hält, geht dort Ende 2007 ein hochmodernes Fertigungs- und Distributionszentrum in Betrieb", so Donau Chemie-Vorstandsvorsitzender Alain de Krassny. Kompaktes und effizientes Wirtschaften erhofft sich das Unternehmen auch durch die unmittelbare Nachbarschaft zur Agrana-Bioethanolanlage, die sich auf dem Gelände der Donau Chemie in Bau befindet.

Werk mit Hafen vorhanden

Auf dem Areal in Pischelsdorf betreibt die Donau Chemie bereits ein Werk mit eigenem Hafen und Bahnanschluss. Hier werden reine Schwefelsäure produziert und Bausteine aus Gips gefertigt. Auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum ist am Standort angesiedelt.

Die Donau Chemie-Gruppe, die außer in Österreich auch in Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen, Ungarn, der Slowakei, den USA und Brasilien unternehmerisch tätig ist, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004/2005 einen Gesamtumsatz von 171 Millionen Euro. In Pischelsdorf sind derzeit rund 170 Personen beschäftigt. (APA)

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