Zumtobel weist Medienberichte über bevorstehenden Börsegang zurück

22. März 2006, 14:57
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Der international tätige Vorarlberger Lichtkonzern will "Wenn es solche Pläne gibt, frühzeitig informieren"

Bregenz - Der international tätige Vorarlberger Lichtkonzern Zumtobel hat am Montag Medienberichte über einen für Juni geplanten Börsegang zurückgewiesen. "Dafür gibt es seitens unseres Unternehmens keine Bestätigung. Wenn es solche Pläne gibt, werden wir frühzeitig informieren", sagte Zumtobel-Pressesprecherin Astrid Kühn auf APA-Anfrage.

Derzeit sei keine Entscheidung darüber getroffen, wie bei dem erwarteten Ausstieg des US-Partners KKR (Kohlberg, Kravis und Roberts) verfahren werde. Der KKR-Anteil könne entweder an einen anderen Finanzinvestor, einen strategischen Partner oder über die Börse verkauft werden, so Kühn. Im September 2004 ging Zumtobel-Konzernchef Andreas Ludwig von einem KKR-Ausstieg "frühestens in drei bis fünf Jahren" aus.

Die Online-Ausgabe des "WirtschaftsBlatts" berichtete am Montag über einen möglichen Börsegang von Zumtobel im Juni und bezog sich dabei auf andere Medienberichte. Darin wurden Morgan Stanley und UBS als Lead-Manager genannt sowie die CA IB als Joint-Leadmanager. Das Transaktionsvolumen wurde mit 400 Mio. Euro beziffert.

Gerüchte bereits im Vorjahr

Gerüchte über einen Börsegang von Zumtobel wurden bereits im vergangenen Juni geschürt. Damals sprach Johannes Huth, Leiter des KKR-Büros in London, davon, dass ein Zumtobel-Börsegang bereits 2006 möglich sei. Einen Monat später ließ allerdings Ludwig bei der Bilanzpressekonferenz des Konzerns verlauten, dass es "derzeit keine konkreten Pläne" für einen Börsegang gebe.

Der Private-Equity-Fonds KKR ist 2000 im Rahmen der Akquisition des britischen Zumtobel-Konkurrenten Thorn in das Unternehmen eingestiegen und steht im Besitz von 49,95 Prozent des Konzerns. Der Rest wird von der Dornbirner Industriellenfamilie Zumtobel gehalten. Zumtobel hat im abgelaufenen Jahr bei einem Umsatz von 1,1 Mrd. Euro einen Jahresüberschuss von 29,1 Mio. Euro erzielt. (APA)

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