Standort Österreich mit Aufwärtstrend

28. März 2006, 19:40
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Austrian Business Agency verbuchte 2005 elf Ansiedelungen von Europa-Zentralen internationaler Konzerne

Wien - Elf internationale Unternehmen haben 2005 ihre Unternehmenszentralen für Europa oder Zentral- und Osteuropa (CEE) in Österreich eingerichtet und steuern ihre Europa- oder CEE- und Südosteuropageschäfte von Österreich aus. 2004 waren es im Vergleich dazu zwei. Dies teilte am Montag die im Eigentum des österreichischen Wirtschaftsministeriums stehende Betriebsansiedlungsagentur Austrian Business Agency (ABA) mit.

Flaute zwischen 2002 und 2004

Nach "einigen weniger starken Jahren" sieht die ABA "wieder einen klaren Aufwärtstrend für den Headquarters-Standort Österreich", hieß es in der Aussendung. Im Rekordjahr 2001 konnte die ABA 16 Ansiedelungen nach Österreich locken, doch zwischen 2002 und 2004 waren es pro Jahr nur bis zu vier Hauptquartier-Neuansiedelungen.

Im Jahr 2005 kamen drei Headquarters-Investitionen aus Deutschland, je zwei aus Italien, den Niederlanden und den USA sowie je eine aus Indien und Korea. Vergangenes Jahr errichtete etwa die indische Kaffeehauskette ABC Trading Coffee Day ihr Europa-Hauptquartier in Wien, auch der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ erkor Österreich zur Europazentrale.

René Siegl, ABA-Geschäftsführer, führt dies auf zwei Faktoren zurück: die österreichische Gruppenbesteuerung, die es Unternehmen mit Sitz in Österreich erlaube, etwaige Verluste ihrer Auslandstöchter Gewinn mindernd geltend zu machen, und die Vernetzung Österreichs in Richtung Zentral- und Osteuropa.

Weitere Kandidaten

Für 2006 gibt es laut ABA bereits konkrete Ansiedlungskandidaten: Der Kunststoffhersteller Borealis will etwa sein Hauptquartier Mitte des Jahres nach Wien verlegen. Und Nespresso, eine Tochter des Schweizer Nahrungsmittelunternehmens Nestlé, wird ihr Kompetenzzentrum für die Ostexpansion in Wien ansiedeln. (APA)

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