Schoeller-Bleckmann weiter auf Wachstumskurs

14. März 2006, 15:45
posten

Jahresgewinn stieg 2005 auf 17,3 Millionen Euro - Ölfeldausrüster erhöht Dividende - Akquisitionen werden geprüft

Wien - Der börsenotierte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBOE) profitiert von den hohen Ölpreisen und der hohen Ölnachfrage: Das Geschäftsjahr 2005 war "eines der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte", sagte SBOE-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.

Positiver Ausblick

Das Unternehmen wird eine um 25 Prozent höhere Dividende von 0,50 Euro pro Aktie (0,30 Euro Dividende plus 0,20 Euro Bonus) ausschütten. Auch der Ausblick ist - dank hoher Auftragsbestände und gutem Jahresbeginn - weiterhin positiv: Das Jahr 2006 sollte "mindestens so gut wie 2005" werden, erwartet Grohmann.

Der Ölfeldausrüster bestätigte am Montag die im Jänner bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005. Nach nunmehr endgültigen Zahlen lag der Konzernumsatz mit 172,7 (152,2) Millionen Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 25,5 (17,9) Millionen Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verbesserte sich um 57 Prozent auf 24,4 (15,5) Millionen Euro, der Jahresgewinn stieg auf 17,3 (10,8) Millionen Euro.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag 2005 bei 17,8 Prozent, nach 14,5 Prozent 2004, erläuterte Finanzvorstand Franz Gritsch. Das Ergebnis pro Aktie stieg auf 1,13 (0,83) Euro. Die Ausschüttungssumme wird sich auf Grund der auf 16 Millionen Stück gestiegenen Aktienzahl um 54 Prozent auf acht Millionen Euro erhöhen.

Neue Eigentümerstruktur

Durch die Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2005 hat sich die Eigentümerstruktur der SBO verändert: Der Anteil des früheren Mehrheitsaktionärs Berndorf AG reduzierte sich von 57 auf 31 Prozent, Berndorf werde aber "langfristig orientierter Kernaktionär" bleiben, erläuterte Gritsch. Der Finanzinvestor AV-Z hat im Rahmen der Kapitalerhöhung über fünf Prozent an der SBOE erworben. Der Free Float (Streubesitz) stieg von 43 Prozent Ende 2004 auf nun 64 Prozent.

Akquisitionen in den USA

Neben dem bereits eingeleiteten intensiven organischen Wachstum prüft das Unternehmen auch mögliche Akquisitionen. Von den bis Ende 2007 geplanten 100-Millionen-Euro-Investitionen solle die Hälfte in organisches Wachstum, die zweite Hälfte in Akquisitionen fließen, wobei der Schwerpunkt hier in den USA liegen soll, erläuterte Grohmann.

Mitarbeiteraufstockung

Auch beim Personalstand will SBOE weiter wachsen. Ende 2005 waren 913 Personen, davon 234 in Österreich, beschäftigt, gegenüber Ende 2004 ein Zuwachs von elf Prozent. 2006 sollen in Ternitz 30 bis 40 Arbeitnehmer aufgenommen werden. Die Mehrzahl der SBO-Mitarbeiter (468) ist in Nordamerika (inkl. Mexiko) beschäftigt. Auch bei den Hauptkunden wie Halliburton, Schlumberger, Baker Hughes und Weatherford besteht ein US-Schwerpunkt.

Die Konzernstruktur stützt sich auf drei Säulen: Hochpräzisionsteile machen rund 65 Prozent der Umsätze aus, Ölfeldservice rund 25 Prozent und Bohrmotoren rund zehn Prozent. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield-Service-Industrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. (APA)

Share if you care.