Blutiger Ehestreit in Graz: Frau griff zum Messer

7. März 2006, 15:13
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35-Jähriger erlitt vier Stichverletzungen - 34-Jährige mit Nasenbeinbruch und blauem Auge in Nervenklinik

Graz - Ein Ehestreit dürfte am Wochenende in Graz-Andritz eskaliert sein. Angeblich weil sie ihr Mann mit dem Umbringen bedrohte, griff eine 34-jährige Frau zum Messer. Laut Polizeiangaben erlitt der 35-Jährige vier Stichverletzungen. Die Ehefrau wurde mit einem Nasenbeinbruch und blauen Auge in die Nervenklinik Sigmund Freud eingeliefert. Sie soll sich in einem psychisch labilen Zustand befinden.

Laut den ermittelnden Beamten sollen die 34-Jährige und ihr deutscher Ehemann eine "Fortgeh-Übereinkunft" haben, die besagt, dass der 35-Jährige bis Mitternacht ausgehen darf und danach die Frau an der Reihe ist. Am Wochenende dürfte sich der Mann an diese Vereinbarung nicht gehalten haben.

Darauf hin soll die 34-jährige Hausfrau den Mann nach seinen Angaben mit Anrufen und SMS bombardiert haben. Schließlich schrieb ihm die Frau eine weitere Nachricht, in der sie androhte, die Kinder - vier und sieben Jahre alt - mitzunehmen. Aus Angst, sie könnte sich und den Kleinen was antun, fuhr der arbeitslose Deutsche sofort nach Hause.

Zu Hause hatte die Frau die Türe mit der Vorlegekette gesichert und sich mit einem Küchenmesser bewaffnet, da der 35-Jährige sie angeblich angerufen und mit dem Umbringen bedroht hatte. Der Mann öffnete die Türe mit Gewalt. Bei dem anschließenden "Gerangel" erlitt der Deutsche leichte Stichwunden an der Schulter, im Gesicht und im Brustbereich.

Die 34-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht. Sie flüchtete daraufhin zu einem Nachbarn, der auch die Polizei verständigte. Die Beamten fanden den 35-Jährigen auf der Stiege sitzend vor, er wurde inzwischen wieder enthaftet. Die Frau blieb vorerst in der Nervenklinik. Beide wurden angezeigt. (APA)

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