Opec-Ölpreis erneut stark gestiegen

7. März 2006, 15:28
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Ein Barrel kostete am Freitag 59,08 Dollar - Vergangene Woche im Schnitt Anstieg von 55,36 auf 56,77 Dollar - Kuwait gegen geringere Förderung

Kuwait/Wien - Kuwait hat sich wegen der andauernd hohen Ölpreise gegen geringere Förderquoten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ausgesprochen. Eine Veränderung der Förderquote von derzeit 28,5 Millionen Barrel täglich wird an diesem Mittwoch Thema der Konferenz der OPEC-Ölminister in Wien sein. Als entscheidend für die Entwicklung am Rohölmarkt in der laufenden Woche gelten neben dem OPEC-Treffen vor allem die Entwicklung im Atomstreit mit dem Iran sowie die Unruhen in Nigeria. Analysten erwarteten von der Konferenz der Ölminister keine weit reichenden Entscheidungen.

Stabilisierung

"Die Ölpreise sind immer noch hoch. Deshalb sollten wir helfen, die Preise stabiler zu machen", sagte Kuwaits Energieminister Scheich Ahmed Fahad am Montag. Dieses Ziel könne mit dem Beibehalten des aktuellen Förderniveaus erreicht werden. Die Preise würden derzeit statt von Angebot und Nachfrage von der politischen Lage und dem Winter bestimmt und seien seit langem zu hoch. Zuvor hatte sich auch Saudi-Arabiens Energieminister Ali Naimi gegen eine niedrigere Ölförderung ausgesprochen, da dieser Schritt die Preise weiter nach oben treiben würde.

Ein Barrel (159 Liter) der leichten US-Sorte WTI kostete zum Wochenbeginn an der Rohstoffbörse Nymex in New York 63,08 Dollar. Das waren 59 Cent weniger als am Freitag. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich im elektronischen Handel in London um 73 Cent auf 63,45 Dollar.

Zum Wochenschluss war der Preis für Rohöl der OPEC gestiegen. Ein Barrel kostete am Freitag 59,08 Dollar, 98 Cent mehr als am Donnerstag, meldete das Sekretariat der OPEC in Wien. (APA/dpa)

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