EVN aus dem Rennen um rumänischen Stromversorger

27. März 2006, 14:26
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RWE, Enel, Gaz de France, Iberdrola und CEZ in der Endrunde um Electrica Muntenia Sud

Bukarest - Der niederösterreichische Energieversorger EVN ist bei der Privatisierung des rumänischen Stromverteilers Electrica Muntenia Sud (EMS) aus dem Rennen. Wie die Nachrichtenagentur Mediafax am Sonntag berichtete, hat der Privatisierungsausschuss die verbesserten Angebote von fünf Interessenten für die Endrunde ausgewählt. Außer der deutschen RWE sind dies Enel (Italien), Gaz de France, Iberdrola (Spanien) und CEZ (Tschechien). Ausgeschieden sind neben der EVN auch die spanische Union Fenosa und die amerikanische AES.

Der rumänische Staat rechne mit einem Erlös von mehr als 750 Mio. Euro für die 67,5 Prozent Anteile am regionalen Stromversorger, hieß es weiter. Die Privatisierung von Electrica Muntenia Sud erfolge durch eine kombinierte Transaktion: durch den Direktverkauf von 50 Prozent Anteilen und einer anschließenden Kapitalaufstockung bis auf mehrheitliche 67,6 Prozent.

Electrica Muntenia Sud versorgt rund 1,2 Millionen Kunden in der Hauptstadt Bukarest und den südlichen Verwaltungskreisen Ilfov und Giurgiu, hat ein Gesellschaftskapital von 191,3 Mio. Lei (55 Mio. Euro) und verzeichnete 2004 einen Umsatz von 1,11 Mrd. Lei (319 Mio. Euro).

Rumänien hat bereits vier von acht regionalen Stromversorgern privatisiert. E.ON übernahm Electrica Moldova, CEZ Electrica Oltenia und Enel die beiden kleineren Filialen Banat und Dobrogea. (APA/dpa)

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