Schoeller-Bleckmann erhöht Dividende und plant Kaptalerhöhung

17. März 2006, 15:25
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Ausschüttungssumme steigt um 54 Prozent auf 8 Millionen Euro - Jahresgewinn wuchs auf 17,3 (10,8) Millionen Euro - Auftragsstand verdreifacht

Wien - Der börsenotierte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipement AG (SBO) wird für 2005 angesichts des erfolgreichen Geschäftsjahres eine um 25 Prozent erhöhte Dividende (inklusive Prämie) von 0,50 Euro nach 0,40 Euro ausschütten. Die Ausschüttungssumme werde sich auf Grund der auf 16 Mio. Stück gestiegenen Aktienzahl um 54 Prozent auf 8 Mio. Euro erhöhen, teilt SBO am Montag im Vorfeld der Bilanz-PK ad hoc mit.

SBO bestätigte heute die im Jänner bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005. Nach nunmehr endgültigen Zahlen lag der Konzernumsatz mit 172,7 Mio. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verbesserte sich um 57 Prozent auf 24,4 (15,5) Mio. Euro, der Jahresgewinn stieg auf 17,3 (10,8) Mio. Euro. Steigender Ölbedarf wird als Wachstumsmotor 2005 angegeben.

All-Time-High

Das aktuelle Marktumfeld spiegle sich in einem All-Time-High beim Auftragsstand (per Stichtag 31.12.2005) wider, der sich im Vergleich zum Vorjahr auf 134,0 (38,8) Mio. Euro mehr als verdreifacht habe. Der Auftragseingang stieg um 66 Prozent auf 269 Mio. Euro.

Neben dem bereits eingeleiteten intensiven organischen Wachstum prüft SBO auch mögliche Akquisitionen. Das strategische Investitionsprogramm werde SBO in die Lage versetzen, auch in den kommenden Jahren vom Aufwärtstrend der Oilfield-Service-Industrie voll zu partizipieren und die technologische Spitzenposition der SBO weiter auszubauen, teilt das Unternehmen mit.

Frischgeld

Schoeller-Bleckmann will sich bei der ordentlichen Hauptversammlung am 23. März 2006 in Ternitz die Ermächtigung zu einer weiteren Kapitalerhöhung um bis zu fünf Millionen Stück neuer Aktien holen. Dies erklärte Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann am Montag bei der Bilanzpressekonferenz unter Verweis auf die Ankündigung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" (Samstagsausgabe).

Die Ermächtigung soll fünf Jahre - ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung ins Firmenbuch - gelten. Die Kapitalerhöhung solle allenfalls in mehreren Tranchen und gegebenenfalls unter vollständigem oder teilweisem Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts durchgeführt werden können. Der Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen solle der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festsetzen können.

Jahreskursplus von 56 Prozent

Die Kapitalerhöhung im 1. Quartal 2005 sei "sehr erfolgreich" und "gut getimt" gewesen, erläuterte Grohmann, da das neue Kapital für die stark gestiegenen Aufträge eingesetzt worden sei. Die nunmehr beantragte Ermächtigung für eine Kapitalerhöhung bezeichnete er als "Vorratsbeschluss".

Die SBOE-Aktie beendete das Börsejahr 2005 mit einem Schlusskurs von 24,65 Euro, auf Jahresbasis ein Kursplus von 56 Prozent. Durch die im ersten Quartal 2005 durchgeführte Kapitalmarkttransaktion, bestehend aus einer Kapitalerhöhung und einem Secondary Public Offering des früheren Mehrheitsaktionärs Berndorf AG, wurde Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment zu einer mehrheitlichen Publikumsgesellschaft mit rund 64 Prozent Streubesitz. Die Erhöhung des Streubesitzes wurde vom Kapitalmarkt überaus positiv aufgenommen und spiegelt sich in einer deutlichen Steigerung der Liquidität der Aktie wider, so Grohmann: So verdreifachte sich das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen auf 74.756 Stück (Doppelzählung). Die Aktie wurde im Frühjahr 2005 in den ATX aufgenommen.

Die SBOE-Aktie lag am Montag gegen 13 Uhr bei 27,20 Euro (plus 1,68 Prozent). (APA)

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