Flüchtlingsschiff kenterte vor Sizilien

15. März 2006, 15:04
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Offenbar konnten sich alle 300 Passagiere an Land retten - Mehrere Verletzte

Rom - Vor der Küste Siziliens ist am Sonntag ein Schiff mit rund 300 Flüchtlingen an Bord gekentert. Da sich das Unglück in unmittelbarer Nähe der Insel Linosa ereignete, überlebten offenbar alle Passagiere: Die Hafenverwaltung von Palermo erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es habe lediglich einige Verletzte gegeben.

Der Hafenkommandant der Nachbarinsel Lampedusa, Michele Niosi, erklärte im Nachrichtensender Sky TG24 an, dass sich die Passagiere aus eigener Kraft an Land retten konnten. Woher die illegalen Einwanderer stammten, konnte er nicht sagen. Unter den Flüchtlingen seien rund zehn Frauen gewesen. Zwei Boote der italienischen Küstenwache und vier Hubschrauber waren vor Ort im Einsatz. Starker Wind und schlechtes Wetter behinderten jedoch ihre Arbeit.

Fast täglich bringen die italienischen Behörden afrikanische Flüchtlinge auf, die Inseln Lampedusa und Linosa übers Meer zu erreichen versuchen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden im vergangenen Jahr mehr als 15.000 illegale Einwanderer entdeckt. Die meisten von ihnen werden in die Länder abgeschoben, in denen sie eingeschifft haben. (APA/AFP)

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