Indonesien vor Massenimpfung

8. März 2006, 19:32
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Wieder ein Mensch gestorben

Trotz verstärkter Vorsichtsmaßnahmen tötete der Vogelgrippeerreger H5N1 in Südostasien wieder einen Menschen. Ein 32-Jähriger aus der südchinesischen Provinz Kanton war am Donnerstag verstorben, Labortests bestätigten, dass er mit H5N1 infiziert war.

In Indonesien, dem viertgrößten Land der Welt, sind bisher 20 Menschen an der Tierseuche gestorben, zuletzt wurde bei der Obduktion eines Dreijährigen das Virus festgestellt. Die Regierung plant nun eine Massenimpfung bei Geflügel in den betroffenen 27 der 33 Provinzen des Landes. Auch zwölf Millionen Grippetabletten sollen an Menschen in Risikogebieten verteilt werden.

In Europa sind dagegen weiterhin nur Tiere Opfer des Erregers. Erstmals wurde auch in Polen bei einem verendeten Schwan die Vogelgrippe diagnostiziert, in der Steiermark ist Sonntagmorgen in Bruck an der Mur eine tote Wildente geborgen und zur Untersuchung gebracht worden. In der Bodenseeregion sind bis Sonntag 18 Fälle registriert worden. (APA, moe, DER STANDARD-Printausgabe 06.03.2006)

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