EnergieAllianz: Vorerst kein Verbund-Einstieg bei EAG

5. März 2006, 18:16
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Laut Vereinbarung von Freitagnacht Verbund-Beteiligung erst in der zweiten Phase der 05-Stromlösung vorgesehen

Wien - Neue Wendung im Poker um den geplanten Verbund-Einstieg in die EAG und die so genannte österreichische Stromlösung: Nach Aussagen der EnergieAllianz hat der Verbund in der in der Nacht auf Samstag unterzeichneten Vereinbarung zugesichert, vorerst nicht in die Energie AG Oberösterreich einzusteigen. Dies sei erst in einer späteren, zweiten Phase der so genannten Österreichischen Stromlösung 05 möglich. Die Allianz appelliere an EAG und oberösterreichische Landespolitik, offene Fragen am Verhandlungstisch zu klären, hieß es am Sonntagnachmittag zur APA.

Keine Verbund-Beteiligung an EAG

Die Punktation über die österreichische Stromlösung sehe vor, dass es keine Verbund-Beteiligung an der EAG "bis zur Umsetzung der zweiten Stufe" der Stromlösung an der Energie AG Oberösterreich geben werde, hieß es gegenüber der APA. Unterschrieben worden sei die Vereinbarung von drei Vorständen des Verbund und den Bevollmächtigten der EnergieAllianz.

Die zweite Phase der Stromlösung soll nach dieser Darstellung erst in weiterer Zukunft, als Folge eines länger dauernden Vertiefungsprozesses eintreten. In dieser Phase sollten die wechselseitigen Beteiligungen an den Stromvertriebstöchtern auf 33 Prozent aufgestockt werden. Offenbar wird zu diesem Zeitpunkt mit einer kartellrechtlichen Prüfung der Konstruktion gerechnet.

Sollte der von EnergieAllianz ins Treffen geführte Vertragspunkt "rechtlich halten", wäre der schon für die nächsten Wochen geplante Umstieg der oberösterreichischen Versorger von EnergieAllianz zum Verbund wohl kaum möglich.

Stromlösung "05" sei eine "gute Lösung"

Die Stromlösung "05" sei eine "gute Lösung", die auch von der österreichischen Regierung gewünscht werde, hieß es weiter zur APA. Der erzielte Text decke sich "in wesentlichsten Punkten" mit der vor mehr als drei Jahren unterzeichneten ursprünglichen Stromlösung.

Es sei befremdlich, dass man sich auf der operativen Ebene über "mangelnde Information" durch die EnergieAllianz-Verhandler beklage, "während man gleichzeitig seit Monaten hinter dem Rücken der Partner mit dem Verbund verhandelt". Bestehende offene Fragen könnten am Verhandlungstisch gelöst werden, hieß es aus der EnergieAllianz. (APA)

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