Rosa von Praunheim kritisiert Verbot von Kannibalenfilm

5. März 2006, 17:31
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Regisseur sieht künstlerische Freiheit gefährdet: "Ich halte das für ein ganz großes Problem"

Berlin - Der Regisseur Rosa von Praunheim sieht durch das Aufführungsverbot für "Rohtenburg" die künstlerische Freiheit gefährdet. "Wenn jemand die künstlerische Freiheit einschränken lassen kann, nur um seine Version der Geschichte zu verbreiten, halte ich das für ein ganz großes Problem", sagte er der "Welt am Sonntag". Auch Praunheims Film "Dein Herz ist mein Gehirn" ist von Meiwes' Fall inspiriert.

Einem möglichen Verbotsantrag sieht der Regisseur gelassen entgegen. Noch habe sich niemand bei ihm gemeldet, sagte er. Sein Film sei zudem nur von dem Fall angeregt, erzähle aber eine eigene Geschichte.

Das Frankfurter Oberlandesgericht hat die Vorführung des Films über den so genannten Kannibalen von Rotenburg, Armin Meiwes, wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte verboten. Der Streifen ist nach dem gerichtlichen Aufführungsverbot in Deutschland auch in Österreich bis auf weiteres ohne Starttermin. (APA/dpa)

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    Rosa von Praunheim: "Wenn jemand die künstlerische Freiheit einschränken lassen kann, nur um seine Version der Geschichte zu verbreiten, halte ich das für ein ganz großes Problem".

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