Kritik an "Anti-EU-Populismus" Tumpels

6. März 2006, 10:48
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Reaktionen zu Arbeiterkammer-Präsident von ÖVP-Bünden, BZÖ und FPÖ

Wien - Kritik an den Aussagen von Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel in der ORF-"Pressestunde" kam am Sonntag in Aussendungen vom ÖVP-Wirtschafsbund, dem ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB, dem BZÖ und der FPÖ. Die ÖVP-Bünde kritisierten seine EU-Haltung, BZÖ und FPÖ warfen Tumpel vor, nicht die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.

Als "rückwärtsgewandte Jammerei ohne Substanz" bezeichnete Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf Tumpels "Pressestunde". Er warf der Arbeiterkammer vor, auf den "Zug des Anti-EU-Populismus aufgesprungen" zu sein.

Tumpel habe sich gegen Arbeitnehmer-Interessen gestellt, durch "wirtschaftspolitische Inkompetenz" geglänzt und sich als EU-Populist präsentiert, kritisierte ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon - und nannte eine Zusammenarbeit mit "so jemand nahezu denkunmöglich".

BZÖ-Arbeitnehmersprecher Max Walch warf Tumpel vor, "reine SPÖ-Parteipolitik zu betreiben und die Interessen der Arbeitnehmer links liegen zu lassen". Mit seinen heutigen Aussagen könne sich der AK-Präsident "gleich in der Löwelstraße in der SPÖ-Zentrale einquartieren".

Für FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hat Tumpel "bewiesen, dass er kein verlässlicher Partner für die österreichischen Arbeitnehmer" sei : "Weder in seiner Haltung zur EU noch als Schutzpatron der österreichischen Arbeitnehmer hat er eine gute Figur gemacht." (APA)

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