Olmert für Auflösung von Siedlungen im Westjordanland

5. März 2006, 15:12
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Israelischer Übergangspremier um Unterstützung der USA bemüht

Jerusalem - Israels Übergangs-Ministerpräsident Ehud Olmert plant Medienberichten zufolge nach einem Wahlsieg einseitig einige jüdische Siedlungen im besetzten Westjordanland aufzulösen.

Olmert bemühe sich derzeit um Unterstützung bei den USA und anderen Mächten für einen solchen Schritt, berichtete die Zeitung "Haaretz" am Sonntag. Im vergangenen Jahr hatte Israel sich vollständig aus dem palästinensischen Gaza-Streifen zurückgezogen.

Rasche Grenze zu Palästinensern

Olmert geht als Favorit in die Parlamentswahl am 28. März. Er hat in der Vergangenheit wiederholt die Ansicht vertreten, dass Israel Teile des Westjordanlandes räumen und rasch eine Grenze zu den Palästinensern errichten müsse.

Israelischen Kreisen zufolge gilt der Sieg der radikalen Hamas bei der palästinensischen Parlamentswahl als weiterer Beleg für die Notwendigkeit einseitiger Maßnahmen Israels anstelle von Verhandlungen. Olmert hat wiederholt erklärt, er werde mit der Hamas nicht verhandeln. Die Charta der Organisation verlangt die Zerstörung des jüdischen Staates. (APA/Reuters)

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