Hosp Zweite in Hafjell-RTL

9. März 2006, 19:40
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Tirolerin arbeitete sich von Platz neun noch aufs Podest - Rienda Conteras siegt - Halbzeitführende Poutiainen Dritte

Hafjell - Der Spanierin Maria Jose Rienda-Contreras ist die Revanche für das persönliche Olympiadebakel gelungen, die 30-Jährige gewann am Sonntag den Riesentorlauf von Hafjell und feierte ihren sechsten Weltcupsieg. Nur 0,25 Sekunden dahinter wurde die von Rang neun angreifende Tirolerin Nicole Hosp Zweite. Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister verbesserte sich vom 13. auf den 4. Platz und erreichte ihr bestes Saisonergebnis.

Die Halbzeitführende Finnin Tanja Poutiainen landete als Dritte noch auf dem Siegespodest. Im Kampf um den Gesamtweltcup machte die Schwedin Anja Pärson als Fünfte gegenüber der sechstplatzierten Janica Kostelic fünf Punkte gut. Die Kroatin hat aber sechs Bewerbe vor Schluss immer noch 254 Punkte Vorsprung, auf die drittplatzierte Dorfmeister sind es 312. Pärson hat sich übrigens zu einer Knie-Operation nach Saisonende entschlossen, die Verletzung hatte sich die 24-Jährige bei den Olympischen Winterspielen zugezogen.

RTL-Weltcup bleibt offen

Vertagt wurde die Entscheidung um den Riesentorlauf-Weltcup, Pärson hätte bei exakt 100 Punkten Vorsprung vor dem Hafjell-Rennen mit einer Platzierung vor Rienda-Contreras alles klar machen können, doch die Spanierin bewies, dass sie die Enttäuschung bei den Winterspielen, wo sie als hohe Favoritin nur 13. wurde, weggesteckt hat und ihr Kampfgeist ungebrochen ist. Das Duo trennt vor dem Showdown 45 Punkte.

Die 22-jährige Bichlbacherin Hosp, RTL-Vierte bei Olympia, vergab den Sieg am Schlusshang. Trotz schwerem Fehler reichte es aber zur zweitbesten Laufzeit. "Das passiert mir heuer schon den ganzen Winter, ein Superlauf und einer mit einem großen Fehler. Für nächste Saison ist der Riesentorlauf-Weltcup mein Ziel", gab sie preis.

Für Dorfmeister hatte das sensationelle Abschiedsjahr auch noch eine RTL-Überraschung parat, Platz vier ist das beste Saisonergebnis, in den vorherigen sieben Bewerben schauten die Ränge 22, 5, 7, 23, 21, 17 und 14 heraus. "Nach dem ersten Durchgang haben mir die Trainer gesagt, dass ich zu vorsichtig gefahren bin, also hab' ich dann volles Risiko genommen. Ein paar kleine Fehler waren dabei, aber ich habe mich irrsinnig gefreut, dass mir jetzt auch noch im Riesentorlauf so ein Lauf ausgekommen ist", meinte die 32-Jährige.

Elisabeth Görgl (14.), Kathrin Zettel (17.), Silvia Berger (18.), Michaela Kirchgasser (20.) und Andrea Fischbacher (24.) landeten nur im geschlagenen Feld. Eveline Rohregger hatte sich nicht für das Finale qualifiziert, Alexandra Meissnitzer schied im ersten Lauf aus.

Nicht am Start war die Salzburgerin Marlies Schild, die sich am Samstag im Kombinationsslalom eine Verrenkung des ISG (=Ileo-Sacral-Gelenks bzw. Kreuzdarmbeingelenks) zugezogen hatte.

Der Damen-Weltcup wird mit zwei Slaloms in Levi (10./11. März) fortgesetzt, ehe es nach Aare zum Finale geht. (APA/red)

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