Tirol: Kilometerlange Staus wegen Urlauberschichtwechsel

5. März 2006, 17:22
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Verkehrsbehinderungen in weiten Teilen des Landes - Chaotische Verhältnisse auf Schweizer Straßen

Innsbruck - Der Urlauberschichtwechsel und die zum Teil winterlichen Fahrverhältnisse haben am Samstag in weiten Teilen Tirols für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf vielen Strecken kam der Verkehr fast völlig zum Erliegen.

Auf der Inntalautobahn (A12) in Fahrtrichtung Deutschland gab es kilometerlange Kolonnen. Der Stau reichte am frühen Nachmittag bis Wörgl zurück. Auch die Ausweichrouten waren überlastet.

Kilometerlange Staus

Viel Geduld brauchten die Autofahrer zudem auf der Arlberg Schnellstrasse S16 in Richtung Westen. Die Kolonne war etwa 40 Kilometer lang und ging bis Imst zurück.

Völlig überlastet war außerdem die gesamte Fernpass-Strecke B179 - vor allem in Richtung Deutschland. Ebenso auf den Straßen ins Zillertal und Ötztal reihten sich zeitweise Stoßstange an Stoßstange. Zähflüssigen Verkehr gab es unter anderem auch auf der Reschen-Strasse, der Seefelder Straße und der Achensee Straße.

Chaotische Verhältnisse auf Schweizer Straßen

Anhaltende Schneefälle haben am Samstag in der Schweiz zu chaotischen Verhältnissen geführt. Zahlreiche Straßen- und Bahnlinien mussten wegen der großen Lawinengefahr gesperrt werden. Der Flughafen Basel-Mülhausen wurde geschlossen. Auf winterlichen Straßen ereigneten sich viele Unfälle. Ein Sturm forderte zudem ein Todesopfer.

Lawinengefahr auf höchster Stufe

Seit Mittwoch hat es im Kanton Wallis praktisch ununterbrochen geschneit. Laut Eidgenössischem Institut für Schnee- und Lawinenforschung fielen zwischen 60 und 110 Zentimeter Neuschnee. Am Alpennordhang und im Gotthardgebiet wurden 30 bis 60 Zentimeter und in den übrigen Regionen zehn bis 30 Zentimeter Neuschnee gemessen. Die starken Schneefälle ließen die Lawinengefahr teilweise auf die Stufe groß ansteigen. Bis am Sonntag steigt die Lawinengefahr gar auf die höchste Stufe an.

Aus Sicherheitsgründen wurden zahlreiche Straßen unter anderem im Kanton Bern und im Wallis gesperrt. Mehrere Orte im Kanton Wallis, darunter Leukerbad und Goppenstein wurden vollständig von der Umwelt abgeschnitten. Die Autoverladungen Lötschberg und Furka wurden eingestellt. Gesperrt wurde auch die Strecke Niederwald - Oberwald der Matterhorn-Gotthard-Bahn. Auch im Aargau und im Thurgau mussten zahlreiche Straßen geschlossen werden. (APA)

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