Neue Kämpfe im Grenzgebiet zu Afghanistan

6. März 2006, 14:29
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Hunderte Dorfbewohner flüchten aus der Region - Vier Geheimdienstbeamte bei Kandahar getötet

Miran Shah/Pakistan - Taliban-Anhänger und paramilitärische Sicherheitskräfte haben sich im Nordwesten Pakistans neue Gefechte geliefert. Hunderte Familien flohen am Samstag aus dem Gebiet an der Grenze zu Afghanistan, wo bei einer Militäraktion am Donnerstag nach Behördenangaben 45 militante Kämpfer getötet wurden. An den neuen Auseinandersetzungen in Miran Shah, der wichtigsten Stadt von Nord-Waziristan, waren rund 500 bewaffnete Mitglieder örtlicher Stämme beteiligt. Über etwaige Opfer lagen zunächst keine Meldungen vor.

Mutmaßliches Versteck

Die Operation der Streitkräfte vom Donnerstag galt einem mutmaßlichen Versteck von Al-Kaida- und Taliban-Anhängern. Unter den Toten befanden sich nach amtlichen Angaben auch ausländische Kämpfer, unter anderem aus Tschetschenien. Das Gebiet ist dafür bekannt, dass Stammesangehörige dort häufig gegen die pakistanische Regierung rebellieren. Die Streitkräfte haben den Aufstand in den vergangenen zwei bis drei Jahren immer wieder zu bekämpfen versucht, was bislang jedoch nicht gelungen ist.

Sprengsatz

In Afghanistan selbst detonierte am Samstag ein Sprengsatz unter einem Fahrzeug von Geheimdienstbeamten. Alle vier Insassen kamen bei diesem Anschlag in der südlichen Provinz Kandahar ums Leben, darunter ein ranghoher Geheimdienstchef der Nachbarregion Helmand. Diese gilt als Hochburg des Aufstands gegen die Regierung in Kabul sowie des illegalen Handels mit Opium und Heroin. (APA/AP)

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