Republikanischer Senator: "USA sollten direkt mit Iran verhandeln"

7. März 2006, 08:36
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Lugar: Verdoppelung des Ölpreises durch Konflikt droht

München - Der republikanische US-Senator Richard Lugar hat sich im Gegensatz zu Präsident Georg W. Bush für direkte Gespräche im Atomstreit dem Iran ausgesprochen. In einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" sagte der Vorsitzende des Senats-Ausschusses für Auswärtige Beziehungen, die USA sollten an der Seite von Europäern, Russland und China mit dem Iran verhandeln.

Zugleich warnte der 73-jährige Politiker aus dem Bundesstaat Indiana, weder Amerikas noch Europas Bürger seien vorbereitet auf die möglichen Kosten des Konflikts, nämlich eine Verdoppelung des Ölpreises.

Lugar machte aber auch klar, dass die USA nicht hinnehmen könnten, dass der Iran Atomwaffen entwickle. In die Versuche, den Iran zur Aufgabe seiner umstrittenen Atomprojekte zu bewegen, sollten "viel mehr Länder" einbunden werden - "natürlich China und Russland als Vermittler, aber viele Länder mehr. Wir brauchen eine breite, multilaterale Antwort, keine amerikanische". Eine atomare Waffe in den Händen Teherans würde das gesamte Gleichgewicht im Nahen Osten verändern. (APA/dpa)

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