Es gibt hunderte Bücher am Markt, in denen beschrieben steht, wie Sie richtig networken sollen. Nun, ich sage nicht, dass diese Bücher Unrecht haben. Ich sage nur, dass sie sehr oft das Wesentliche nicht kommunizieren - nämlich dass Networking eine Haltung ist und keine Karrieretechnik. Also vergessen Sie sofort, dass Sie mit Networking-Techniken andere Menschen instrumentalisieren können. Es funktioniert nicht - und wenn, nur kurzfristig und zum nachhaltigen Schaden für Sie.
Wie oft habe ich Menschen gesehen, die damit geprotzt haben, wen sie nicht alles kennen würden - und wie schnell und wie nachhaltig hatten diese Person ihr Vertrauenskapital eingebüßt! Und hier sind wir beim Kern der Sache: Vertrauen. Es ist das höchste Gut im (Business-)Leben; man muss lange dafür arbeiten, und es ist nur allzu schnell verspielt. Vertrauen entsteht nicht durch den Austausch von Visitkarten, auch nicht dadurch, dass man vermeintlich wichtige Personen anbaggert und mit seinen tollen Kontakten protzt. Vertrauen entsteht dann, wenn das Beziehungskonto für beide Seiten im Plus ist. Was Sie dafür tun können, dass es so ist?
Nur wenn Sie etwas geben, ohne etwas dafür zu erwarten, bekommen Sie ein Mehrfaches zurück Kleinmütigkeit und Geiz zerstören nicht nur die Menschen, sondern auch die Vitalität jedes Netzwerks. Netzwerke leben von wechselseitigem Geben und Nehmen. Dort, wo man nicht gibt, weil man nicht weiß, ob etwas zurückkommt, dort funktioniert Networking nicht. Das hat nichts mit Freunderlwirtschaft zu tun, sondern mit den elementarsten Grundlagen des sozialen Lebens: Vertrauen und Reziprozität. (Der Standard, Printausgabe 4./5.3.2006)
Konflikte sind notwendig und sinnvoll, wenn man sie produktiv nutzt - Von Ingrid Kösten
Bewerbungsgespräche verlaufen meist klassisch: Der Personalist führt durch das Gespräch und stellt die Fragen. Der Bewerber liefert die Antworten - Am Ende des Interviews werden die Rollen getauscht
Sexuelle Orientierung ist keine reine Privatsache - Unternehmen gewinnen durch aktives Diversity-Management loyale und motivierte Mitarbeiter - Von Eva Götz
Es ist nicht nur politisch korrekt, sondern auch gesellschaftlich wichtig, dass Publikationen "weiblicher" werden - Von Brigitte Schaden
Was hat dieses Jahr Spaß gemacht? Welche Stolpersteine hat die Firma gemeistert? - Dos und Don'ts bei Weihnachtsreden
Tipps für effiziente Vorstellungsgespräche: Auf Authentizität und präzise Formulierungen kommt es an
Angebote sind vergleich- barer denn je - Das treibt immer mehr Branchen in ruinöse Image- und Preisschlachten - Eine Positionierung über Service erscheint vielen Unternehmen als Ausweg
Es gibt in Österreich geschätzt etwa 3000 Menschen, die sich "Coach" nennen - Hilfreiche Kriterien zur Orientierung im freien Gewerbe
Der Fehler wird immer wieder gemacht: Unternehmen sparen in schwierigen Zeiten an ihrer Kommunikation - Von Hans Fruhmann
Es lohnt sich, Fehler nicht per se als unerwünschte Ereignisse oder Ergebnisse zu definieren - Elke Schüttelkopf über Fehlerkompetenz - Teil 2
Nicht immer geht es gleich um Leib und Leben - Wie mit Fehlern richtig umgegangen wird - Elke Schüttelkopf über Fehlerkompetenz - Teil 1
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu kennen reiche nicht aus - Korruption schalte nämlich den Kundennutzen aus
Gegen Zahlenfriedhöfe: Trotz High-Tech-Software und hoch ausgebildeten Controlling-Experten stöhnen viele Führungskräfte über unzureichende Informationsversorgung
Fahrplan zur Firmengründung nach professioneller Vorbereitung - Welche Stationen man beachten sollte
Was hat das nun speziell mit Networking zu tun? Sind das nicht Dinge, die eigentlich im Alltag genau so selbstverständlich sein sollten?
Viel interessanter wäre doch eine Betrachtung von Networking und dessen Selbstregulierung.
Mag. Michael Sicher - www.BUSYPEOPLECOACHING.at
Ja, das stimmt.
Nur sind Begriffe wie Seilschaften, Freunderlwirtschaft und Vitamin B nicht "positiv" besetzt (und können daher nicht "kommuniziert" werden, würden die Coaches und Consulter sagen)
Außerdem ist "Networking" Englisch und das ist in Zeiten des globalen Managementenglisch-Dummquatsches wichtig.
(Die Consulter werden das natürlich vehement bestreiten und behaupten, daß Networking natürlich was ganz anderes ist als Freunderlwirtschaft)
.. vorzugsweise dann, wenn sie 'ihr' netzwerk dann mal in anspruch nehmen müssen/wollen
.. solcherlei ratschläge sind mühsam, wenn man nicht dazu sagt, dass diese großzügigkeiten auf dem gegenseitigem verständnis fußen müssen, zwar nicht gleich, aber dann doch auch bei anforderung gegengeleistet zu werden
.. ansonsten droht dem armen würstchen die rolle des ewig dienenden anbiederers, der sich im besten fall mit einem fußtritt begnügen darf
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.