War Elisabeth auf dieser Höhe?

9. März 2006, 17:25
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Die Elisabethhöhe auf dem Bisamberg wird sehr oft aufgesucht, denn von der unbewaldeten Kuppe genießt man eine herrliche Sicht

Die Elisabethhöhe auf dem Bisamberg wird sehr oft aufgesucht, denn von der unbewaldeten Kuppe genießt man eine herrliche Sicht auf die Wiener Pforte mit der Donau, nach Klosterneuburg und zum Leopolds- und Kahlenberg. Offen ist aber, ob die Höhe ihren Namen zu Recht trägt. Auf einer Tafel am Rande der Wiese kann man lesen, hier habe die Kaiserin mit ihrem Gatten Manöver der Armee beobachtet; auf einer anderen Tafel steht, es sei nicht erwiesen, ob Sisi tatsächlich den Bisamberg bestiegen hat. Das erinnert an das Eichendorff-Denkmal auf der Fathhöhe oberhalb des Senders. Auch da lässt sich nicht feststellen, ob der Dichter je dort geweilt hat. Der Bisamberg jedenfalls ist immer eine Wanderung wert, auch wenn man in der Literatur mehrmals den Hinweis findet, eine Tour auf diese Erhebung sei nichts weiter als ein Umweg zum Heurigen.

Wege sind tadellos markiert und beschildert

Bereits beim Aufstieg von Langenzersdorf auf dem Touristensteig passiert man einige Plätze, die eine herrliche Aussicht gewähren, der Blick von der Elisabethhöhe ist geradezu berühmt. Und auch die Sicht von der Fathhöhe über die Bundeshauptstadt lässt den Wanderer lange Zeit verweilen. An klaren Tagen schaut man bis zum Leithagebirge, zu den Hainburger Bergen und zu den Kuppen des Wienerwaldes. Mit Ausnahme des relativ kurzen Anstiegs findet der Wanderer keine stärkeren Steigungen vor. Die Wege sind tadellos markiert und beschildert.

Die Route

Vom Bahnhof Langenzersdorf geht es auf der roten Markierung an den Fuß des Berges, man hält sich rechts, um auf dem Touristensteig in vielen Kehren zum Plateau und zur Elisabeth- höhe zu wandern. Bald darauf ist man beim Gasthaus Gamshöhe. Gehzeit eine Stunde. Rot markiert ist auch der weitere Weg nach Hagenbrunn, das man nach einer weiteren Dreiviertelstunde erreicht.

Nahe der Kirche des Ortes geht man durch die Schlossstraße und folgt dann der blau-gelben Markierung des Korneuburger Rundwanderweges bis zum Eichendorff-Denkmal und zum Magdalenenhof. Ab Hagenbrunn 1½ Stunden. Auf der rot markierten Straße gelangt man in einer halben Stunde zum Ausgangspunkt.

Gesamtgehzeit 3¾ Stunden, Höhendifferenz rund 350 m. Gasthaus Gamshöhe (Donnerstag Ruhetag), Heurige in Hagenbrunn und Magdalenenhof (derzeit Montag und Dienstag geschlossen). Bundesamtskarte Blatt 41 (Deutsch Wagram); Freytag & Berndt Wienerwald Atlas. (Der Standard, Printausgabe 4./5.3.2006)

Von Bernd Orfer
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