Millionenraub in England: Weiter Suche nach Beute

7. März 2006, 19:09
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Neue Festnahme im Großraum London - Großteil des geraubten Geldes fehlt weiterhin - Erst 8,5 Millionen Pfund wieder aufgetaucht

London - Knapp zwei Wochen nach dem Millionenraub in Großbritannien hat die Polizei offenbar einen weiteren Teil der Beute entdeckt. In den vergangenen 24 Stunden sei Beamten ein "bedeutsamer Fund" gelungen, sagte der Polizeichef der Grafschaft Kent, Michael Fuller, am Montag. Eine Summe nannte er nicht.

In Autowerkstatt gefunden

Bis zu der jüngsten Entdeckung seien bereits elf Millionen (16,1 Mio. Euro) der am 22. Februar aus einem Bargelddepot in Tonbridge geraubten 53 Millionen Pfund (77,4 Mio. Euro) sichergestellt worden, sagte Fuller weiter. Der größte Teil davon sei in einer Autowerkstatt im Südosten Londons gefunden worden. Gegen fünf Verdächtige sei im Zusammenhang mit dem größten Geldraub der britischen Geschichte ein Haftbefehl ergangen. Zudem habe die Polizei über 300 Zeugenaussagen aufgenommen und mindestens 20 Razzien durchgeführt. Wegen des Überfalls auf ein Geldlager in der südostenglischen Grafschaft Kent sitzen ein Autohändler, drei weitere Männer und eine Frau in Untersuchungshaft.

Großteil der Beute im Ausland?

Nach Informationen der "Sunday Times" richtet sich die Aufmerksamkeit der Polizei trotzdem auf die Frage, ob in seinem Kleintransporter ein Teil der Beute außer Landes gebracht wurde. Der Wagen - ein weißer Ford Transit - war 48 Stunden nach der Tat an Bord eines Zuges durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal. In einem anderen weißen Ford Transit, der auf einem Hotelparkplatz abgestellt war, hatte die Polizei 1,3 Millionen Pfund (1,90 Mio. Euro) entdeckt.

28-jähriger Mann festgenommen

Unterdessen wurde im Großraum London ein 28-jähriger Mann festgenommen. Damit erhöhte sich die Zahl der Festnahmen in Zusammenhang mit dem Millionenraub auf 16. Die meisten Verdächtigen kamen gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Der Verdacht richtet sich vor allem gegen den 60-jährigen Autohändler John Fowler, der in der Nähe des Tatorts eine abgelegene Farm besitzt. Dort sollen der Manager des Geldlagers, seine Frau und sein Sohn festgehalten worden sein. (APA/dpa)

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