Operationen unterbrochen: Rohrbruch legte OP am LKH Graz lahm

5. März 2006, 19:52
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Neun Intensivpatienten mussten kurzfristig verlegt - sechs Operationen unterbrochen werden - Sperre bis Ende kommender Woche

Graz - Mit einem außergewöhnlichen und vor allem geruchsintensiven Problemfall hatte am Freitag das Universitätsklinikum/LKH Graz zu kämpfen: Durch einen Abflussrohrbruch und einem Stromausfall wurde ein OP-Zentrum samt Intensivstation außer Betrieb gesetzt. Neun Intensivpatienten mussten kurzfristig verlegt, sechs Operationen unterbrochen werden.

Laut Betriebsdirektor Gebhard Falzberger war die Freitagmittag aufgetretene Krise "nicht beübbar" und daher in der Handhabung ein "großes logistisches Problem". Der Rohbruch sei offenbar im Übergang von Alt- zu Neubausubstanz aufgetreten. Der unmittelbare Wasserschaden war zwar räumlich beschränkt geblieben, doch hatte das ausgetretene Nass die Elektrik im Intensivbereich lahm gelegt.

"Patienten haben gar nichts bemerkt"

Sechs Operationen wurden unterbrochen, konnten aber dann doch zu Ende geführt werden. "Die Patienten haben vermutlich gar nichts bemerkt", so Falzberger. Neun Intensivpatienten mussten innerhalb des Klinikums verlegt werden, Neuaufnahmen werden bis zum Ende der kommenden Woche großteils auf andere Grazer Spitäler aufgeteilt. Man habe zwar genügend OP-Kapazitäten, doch fehle es bis zur Behebung des Schadens inklusive hygienetechnischer Abnahme an Intensivbetten, erklärte der Betriebsdirektor.

50 bis 60 Personen aus dem Haus und Einsatzkräfte von außen waren am Freitag mit den Sofortmaßnahmen beschäftigt. Der Schaden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt. (APA)

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