Gentest ermittelt Risiko für salzinduzierten Bluthochdruck

6. März 2006, 09:00
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Erste Studie: Vorhersage mit 94-prozentiger Sicherheit

New York - Ein Gentest könnte künftig erstmals vorhersagen, bei welchen Patienten Bluthochdruck durch Salz verursacht wird. Das in den USA entwickelte Verfahren konnte in einer ersten Studie bei Trägern bestimmter Genformen mit 94-prozentiger Sicherheit vorhersagen, wer von ihnen zu salzinduziertem Bluthochdruck neigte. Die Teilnehmer hatten laut einem Bericht der Zeitschrift "Clinical Chemistry" mindestens drei Variationen von bestimmten Genen, die Einfluss auf den Blutdruck nehmen.

Zudem konnte der an der Universität von Virginia entwickelte Gentest recht zuverlässig Auskunft darüber geben, welche Menschen mit Bluthochdruck geringe Renin-Werte haben. Das in der Niere gebildete Enzym Renin wird gemessen, um die Salzempfindlichkeit eines Menschen zu ermitteln. Diese gibt an, wie sensibel ein Mensch auf Salzzufuhr reagiert. Salzempfindlichkeit erhöht ebenso wie Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen. Ein Gentest, der die die Neigung zu Bluthochdruck und Salzempfindlichkeit ermittelt, könnte die Gesundheit von Millionen Menschen verbessern und gleichzeitig die Kosten für das Gesundheitswesen verringern. (APA/AP)

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