ATX korrigiert trotz starker Unternehmenszahlen

8. März 2006, 09:19
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Ein Kommentar von Angelika Zwerenz aus dem Equity Weekly der Erste Bank

Zeichnete sich am Montag noch ein freundlicher Wochenbeginn ab, so kannte der österreichische Leitindex ATX ab Dienstag nur mehr eine Richtung – und diese lautete trotz durchwegs starker, berichteter Unternehmenszahlen leider abwärts. Beeinträchtigt war das Börsegeschehen in Österreich sicherlich von schwachen Vorgaben in Europa sowie Gewinnmitnahmen nach der anhaltend starken Kursperformance seit Jahresbeginn. Am Donnerstag kam noch eine Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB belastend hinzu. In Summe stehen im ATX auf Wochensicht 18 schwächeren Werten nur vier Gewinner gegenüber. Letztere wurden von Semperit angeführt – das niederösterreichische Unternehmen überzeugte zum 15. Mal in Folge mit Rekordzahlen zum abgelaufenen Gesamtjahr. Unter den größten Verlierern befanden sich diese Woche die drei im ATX enthaltenen österreichischen Bankentitel; Raiffeisen International verlor nach der Aufnahme in den MSCI knapp 5%. Basierend auf einer charttechnischen Analyse erwarten wir für die nächste Woche eine Fortsetzung der Konsolidierung. Die Berichtssaison geht stark weiter: Aus fundamentaler Sicht wird es daher Neuigkeiten von Intercell und SBO (2005er Zahlen am Montag), BWT (Mittwoch), CWT (Donnerstag) und Palfinger (Freitag) geben.
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