Filmfestival "francophone" heuer mit Musik-Schwerpunkt

10. März 2006, 17:42
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Neben aktuellen Filmen stehen auch Klassiker wie "Diva" und "Les parapluies de Cherbourg" auf dem Programm

Wien - Gelegenheit zur Begegnung mit dem französischsprachigen Kino bietet von 9. bis 23. März wieder das "Festival du film francophone", das damit bereits zum achten Mal in Wien und heuer erstmals nicht im Votiv, sondern im De France Kino stattfindet. Insgesamt 28 Spiel- und Dokumentarfilme sowie eine Kurzfilmnacht stehen auf dem Programm. Themenschwerpunkt im heurigen Jahr ist, nach "Migration" im Vorjahr, "Musik".

Das Programm

Zu sehen sind Beiträge aus Frankreich, Belgien, der Schweiz, Kanada und Tunesien sowie belgische Koproduktionen mit Algerien und Marokko, großteils mit englischen oder deutschen Untertiteln. Als Eröffnungsfilm wird Claude Berris Beziehungsdrama "L'un reste l'autre part" mit Daniel Auteuil, Nathalie Baye, Pierre Arditi und Charlotte Gainsbourg gezeigt. Die bereits ausverkaufte Vorführung wird heuer erstmals (am 13.3.) wiederholt. In der ersten Woche laufen, fast durchwegs als Erstaufführungen, weitere 20 aktuelle Filme, die zweite Woche ist dann dem Musikschwerpunkt gewidmet.

Im Programm findet sich u.a. das Drama "Le Couperet" von Costa Gavras über einen ehemaligen Manager, der beschließt, seine Rivalen für Vorstellungsgespräche aus dem Weg zu räumen, Bertrand Taverniers "Holy Lola" über eine Kindes-Adoption in Kambodscha oder André Téchinés Liebesgeschichte "Les temps qui changent" mit Catherine Deneuve und Gérard Dépardieu. Für Kinder gibt es den Animationsfilm "Kirikou et les bêtes sauvages".

Thema Musik

Im Musikschwerpunkt laufen unter anderem die Walzer-Doku "Carnets de valse: Vienne - Paris - Lima", der Tanzfilm "B comme Béjart" oder Klassiker wie Jean-Jacques Beineix' "Diva" (1981) und Jaqcues Démys "Les parapluies de Cherbourg" (1964), der am 19. März als Matinee im Votiv Kino gezeigt wird. Die 6. Kurzfilmnacht am Samstag, dem 11. März, bietet ab 22 Uhr wieder ein Nonstop-Programm bis in die frühen Morgenstunden, darunter den in Cannes mit einer Goldenen Palme prämierten Streifen "Traffic" von Catalin Mitulescu oder Hany Tambas unlängst mit einem Cesar ausgezeichneten "After Shave".

Festivalgast ist der schweizerisch-polnische Regisseur Greg Zglinski, der am 14. März seinen u.a. mit dem Schweizer Filmpreis 2005 prämierten Spielfilm "Tout hiver sans feu" präsentiert. Nicht kommen konnte der angekündigte kanadische Schauspieler und Regisseur Luc Picard, der sein mehrfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt "L'Audition" persönlich vorstellen wollte.

Zahl der Koproduktionen im Steigen

Im Vorjahr zog das vom französischen Kulturinstitut und den Botschaften der teilnehmenden Länder veranstaltete Festival über 2.300 zahlende Besucher an. Daniel Pirat vom Kulturinstitut freute sich in dem Zusammenhang auch über die generell vermehrte Präsenz französischsprachiger Filme in Wien sowie die Zunahme von Koproduktionen zwischen Frankreich und Österreich, zu denen neben den erfolgreichen Filmen von Michael Haneke und Hubert Sauper auch der neue Klimt-Film von Raoul Ruiz zählt. (APA)

8. Wiener Festival du film francophone, von 9. bis 23. März im Wiener De France Kino, Schottenring 5, Tel. 01-3175236
  • Szene aus Romed Wyders "Absolut"
    foto: festival du film francophone

    Szene aus Romed Wyders "Absolut"

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