Streit mit Lehrer beendet

12. März 2006, 22:34
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"Beleidigter" Lehrer legt Anzeige gegen Operndirektor Holender zurück

Wien - Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Anzeige gegen Ioan Holender wegen gefährlicher Drohung zurückgelegt. Dem Staatsoperndirektor bleibt damit nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Lehrer seines Sohnes ein Prozess erspart.

Der Pädagoge und Chorleiter hat den 13-jährigen Sohn Holenders bei einer Probe zurecht gewiesen weil er im Unterricht fehlte. Ioan Holender empfand die Art und Weise als unangebracht, da sein Sohn entschuldigt war und wollte das klären. "Tatsache ist, dass mir das Temperament durchgegangen ist. Ich war zu laut", räumte der Operndirektor vor wenigen Tagen ein. Das Ganze tue ihm Leid.

Die Anklagebehörde nahm Ermittlungen auf, da Holender angeblich durchblicken ließ, er könne dafür sorgen, dass der Lehrer seine Stelle verliere. Nach Abschluss der gerichtlichen Vorerhebungen stellte sich heraus, dass bei Holenders Auftritt kein strafrechtlicher Tatbestand erfüllt wurde. "Es war eine situationsbedingte, in Erregung getätigte Unmutsäußerung", stellte Pressesprecher Walter Geyer fest. Eine solche wäre nur strafbar, "wenn sie von der Absicht getragen ist, jemanden in Furcht und Unruhe zu versetzen." Darauf sei es Holender aber nicht angekommen, weshalb das Verfahren einzustellen war, sagte Geyer.(APA)

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    Ioan Holender

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