Ausstellung "Götter im Exil"

9. März 2006, 14:00
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Grazer Kunsthaus stellt Werke von Albert Oehlen in Bezug zu denen von Künstlern wie Dalí, Böcklin oder Attersee

Graz - Das Grazer Kunsthaus stellt Werke von Albert Oehlen in Bezug zu Bildern von Künstlern wie Salvador Dalí, Arnold Böcklin, Christian Ludwig Attersee oder Max Klinger. "Die Götter im Exil" nennt sich die Schau, die sich mit dem Mythos des Künstlers und dessen ironischer Brechung beschäftigt. Die Ausstellung wurde von Kathrin Bucher und Peter Pakesch kuratiert.

"Die Ausstellung zeigt bewusst den kreativen Prozess des Künstlers", erklärte Pakesch bei einer Pressekonferenz am Freitag in Graz. So arbeitete Albert Oehlen bis zuletzt an neuen Werken für die Schau. Dabei greift Oehlen nicht nur Motive aus den Bildern der anderen Künstler auf, er verwendet auch die unterschiedlichsten Darstellungsformen. So hat er mit einem Bodenmosaik "das Bild aus dem Winkel gebracht", so Pakesch. Auch Collagen und Installationen sind für Oehlen bevorzugte Gestaltungsmittel.

Vielfalt

Von Dalí werden fünf Werke gezeigt, die weniger klassische Collagen, als eher malerisch zusammengesetzte Einzelheiten darstellen. Persönliches und Mythologisches ergänzt sich dabei, was wiederum auf die Bilder des Schweizer Malers Arnold Böcklin verweist. Philippe Halsman ist mit seinen Porträts von Dalí vertreten, während die Arbeiten von Christian Ludwig Attersee Realitäten und Stile vermischen.

Zu sehen sind auch Bilder des tschechischen Surrealisten Karel Teige. Seine Collagen entstanden hauptsächlich als persönliche Entspannungs- und Konzentrationsarbeiten, die in ihrer Kombination neue Formen entstehen lassen. (APA)

"Die Götter im Exil" im Grazer Kunsthaus. Von 4. März bis 7. Mai. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag von 10.00 bis 20.00 Uhr.
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