Wien: Boku-Ringvorlesung zu 20 Jahre Tschernobyl

3. März 2006, 13:54
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Ereignisse und Folgen, Analysen und Kontroversen rund um den Unfall im AKW

Wien - Vor 20 Jahren, am 26. April 1986 geschah der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomnutzung im ukrainischen AKW Tschernobyl. Aus diesem Anlass veranstalten die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien, das Institut für Risikoforschung der Universität Wien und das Umweltbundesamt im Sommersemester 2006 eine Ringlehrveranstaltung mit dem Titel "Tschernobyl: Ereignisse und Folgen - Analysen und Kontroversen", die auch nicht-universitären Gästen offen steht.

Ziel der Lehrveranstaltung sei es, der jüngeren Generation, die zum Zeitpunkt des Unfalles Kleinkinder oder noch gar nicht auf der Welt waren und für die Tschernobyl daher nur ein Schlagwort ist, den Unfall selbst und die Probleme, vor die er die Welt gestellt hat, näher zu bringen, teilte Helga Kromp-Kolb vom BOKU-Department Wasser-Atmosphäre-Umwelt am Freitag in einer Aussendung mit. Außerdem ist in der Vorlesungsreihe eine in die Zukunft blickende Auseinandersetzung mit dem Thema Kernenergie geplant. Die Lehrveranstaltungen, die auch einzeln besucht werden können, finden ab 6. März immer montags von 17:00-19:00 Uhr im Hörsaal XI der Universität für Bodenkultur Wien (1180 Wien, Gregor Mendel-Straße 33) statt.

Hintergrund

Am 26. April 1986 explodierte um 01.13:58 Uhr nach einem Experiment, für das die Bedienungsmannschaft u.a. Sicherheitssysteme blockiert hatte, Reaktor Nummer vier. Weite Teile der Ukraine, Weißrusslands und Russlands wurden radioaktiv verseucht - tausende Menschen starben oder leiden noch heute unter den Langzeitfolgen. (APA)

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