Leasing-Branche feiert Rekordjahr

17. März 2006, 15:25
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2005 wurden in Österreich 167.000 neue Verträge abgeschlossen, das gesamte Leasingvolumen wuchs auf 20 Milliarden Euro

Wien - Die österreichischen Leasinggesellschaften haben im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftige Zuwächse erzielt. Erstmals übertraf das Neugeschäftsvolumen der Auslandstöchter jenes am Heimmarkt.

Die 41 Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Österreichischen Leasing-Gesellschaften (VÖL) - sie repräsentieren 95 bis 98 Prozent des Marktes - schlossen 2005 in Österreich über 167.000 neue Leasingverträge mit einem um drei Prozent höheren Volumen von 6,05 (2004: 5,87) Mrd. Euro ab. Der Bestand an inländischen Leasingverträgen erhöhte sich auf 475.102 (444.588), das gesamte Leasingvolumen nahm um 9,7 Prozent auf 20,4 (18,6) Mrd. Euro zu.

Auslandstöchter stark

Die Auslandstöchter der heimischen Leasinggesellschaften entwickelten sich in den neuen EU-Staaten Mittel- und Osteuropas besonders erfolgreich. Ihr Neugeschäftsvolumen stieg um satte 56 Prozent auf 7,8 (5,0) Mrd. Euro.

"Der österreichische Markt ist ein sehr ausgereifter Markt, Wachstum findet vor allem in Zentral- und Osteuropa statt", so VÖL-Präsident Franz Hagen am Freitag in Wien vor Journalisten. Auch das grenzüberschreitende Leasinggeschäft (Cross Border Leasing) konnte auf 702 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden.

Stärkstes Wachstum bei Immobilien

Prozentuell am stärksten zulegen konnte das Immobilienleasing mit einem Zuwachs von 21 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro, während das Neugeschäftsvolumen beim Mobilienleasing auf Grund des Wegfalls der Investitionszuwachsprämie um 15 Prozent auf ebenfalls 1,4 Mrd. Euro zurück ging. Das Kfz-Leasing, traditionell die umsatzstärkste Sparte, wuchs um sechs Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. 53 Prozent des Neugeschäfts entfielen somit auf die Kfz-Branche und jeweils 23,4 Prozent auf die Bereich Mobilien- und Immobilienleasing.

Auf Grund der langen Laufzeiten entfällt mit 10,6 Mrd. Euro gut die Hälfte des gesamten Bestandes auf den Immobilienbereich.

Optimismus

Auch für die kommenden Jahre ist die Leasingbranche sehr optimistisch, Verbandsvize Rudolf Fric rechnet mit deutlich über der Inflationsrate liegenden Zuwachsraten. Einer der Hauptgründe dafür seien die Basel II-Bestimmungen, die Bilanzkennzahl schonende Finanzierungsalternativen erforderten.

Hauptvorteil einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung sei die Schonung des Eigenkapitals mit positiven Effekt auf die Bonität und damit auf das Kredit-Rating durch die Banken, so Fric. Weitere Vorteile des Leasings sieht Fric in der Erweiterung des Finanzierungsrahmens und speziellen Dienstleistungen wie dem zunehmend nachgefragten Fuhrpark- und Baumanagement. (APA)

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