Chikungunya-Virus forderte bisher 93 Todesopfer

3. März 2006, 17:15
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Knapp ein Viertel der Bevölkerung Reunions ist mit dem Virus infiziert - Zahl der Infizierten auf Mayotte hat sich verdoppelt

Paris - Das Chikungunya-Virus hat im französischen Übersee-Departement Reunion bisher 93 Todesopfer gefordert. 186.000 Menschen - knapp ein Viertel der 760.000 Einwohner der Insel im Indischen Ozean - wurden von dem Virus infiziert. In 15 Fällen gebe es eine Doppelinfektion mit Dengue, sagte Gesundheitsminister Xavier Bertrand am Freitag in Paris. Die Erreger des Denguefiebers werden ebenso wie das Chikungunya-Virus von der Mücke Aedes Albopictus übertragen.

Bertrand versprach auch eine intensive Beobachtung der Lage auf der Insel Mayotte. Dort hat sich die Zahl der Infizierten in kurzer Zeit auf 2.000 verdoppelt. Chikungunya heißt "Gebeugter Mann". Die Infektion führt zu Muskel- und Gelenkschmerzen, die die Menschen oft in gebückte Haltung zwingen. Bisher können nur die Symptome behandelt werden. Die Bekämpfung erfolgt über die Vergiftung der Mückenlarven. (APA/dpa)

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    Feuerwehrleute im Kampf gegen Mücken, die das Chikungunya-Virus übertragen.

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