USA: Erstes Hautpflaster gegen Depressionen zugelassen

3. März 2006, 12:20
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Rockville - Die US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (FDA) hat das erste Hautpflaster zur Behandlung von Depressionen zugelassen. Das Pflaster, das einmal pro Tag aufgeklebt wird, befreit die Patienten von den Ernährungseinschränkungen, die bei der Einnahme des gleichen Wirkstoffes in Tablettenform sehr wohl bestehen. Emsam (Selegilin) kann bei der oralen Einnahme in Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln zu Problemen mit dem Blutdruck führen. Besonders Rotwein und Käse gelten als gefährlich. Die Kombination mit diesen Lebensmitteln ist unbedingt zu vermeiden, da der plötzliche Anstieg des Blutdruckes zu einem gefährlichen Bluthochdruck führen und damit einen Schlaganfall auslösen kann.

Die Pflasterversion mit der geringsten Dosis enthält sechs Miligramm des MAO-Hemmers Emsam. Der Wirkstoff wird im Laufe des Tages freigesetzt. Bei dieser Dosierung fallen die Einschränkungen in der Ernährung weg. Patienten, die eine höhere Dosierung des Medikaments benötigen, werden sich aber auch weiterhin an die bisher geltenden strengen Regeln halten müssen. Die Zulassung des Pflasters erfolgte nur für Erwachsene. Wie alle in Amerika zugelassenen Antidepressiva wird auch das Pflaster eine Warnung vor dem erhöhten Selbstmordrisiko bei Kindern und Jugendlichen tragen. (pte)

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