USA wollen Indien moderne Waffensysteme verkaufen

23. März 2006, 19:22
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Pentagon stellt Modelle F-16 und F-18 in Aussicht

Neu-Delhi/Washington/Islamabad - Nach ihrem historischen Atomabkommen wollen die USA Indien hochmoderne Waffensysteme verkaufen. "Es ist unser Ziel, Indien dabei zu unterstützen, den Bedarf im Verteidigungsbereich zu decken", teilte das Pentagon während des ersten Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Indien mit. Washington wolle Indien unter anderen F-16- und F-18-Kampfflugzeuge anbieten. Die Aussichten für Geschäfte bei Kampfjets, Hubschraubern, Flugzeugen zur Seeüberwachung und Schiffen seien "vielversprechend". Kritiker befürchten, dass das Atomabkommen dazu führt, dass die strikten internationalen Regeln beim Handel mit Nuklearmaterial aufgeweicht werden.

US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte dem indischen Fernsehsender Zee News, ein Atom-Abkommen nach dem indischen Vorbild komme für Pakistan nicht in Frage. Die Regierung in Islamabad hatte zuvor angekündigt, beim Besuch Bushs am Samstag eine entsprechende Vereinbarung anzustreben. Der pakistanische Staatschef Pervez Musharraf verwies nach dem indisch-amerikanischen Abkommen auf die "strategische Partnerschaft" Pakistans zu China.

Mit der Atom-Vereinbarungen wollen die USA Indien dabei unterstützen, zu einem Gegengewicht zu China in der Region heranzuwachsen. Musharraf reiste vor Kurzem nach China und äußerte dort Interesse am Bau chinesischer Atomreaktoren in Pakistan. Pakistan hat den Atomwaffensperrvertrag ebenfalls nicht unterzeichnet. In der Vergangenheit machte das Land mit der illegalen Lieferung von Atommaterial an Staaten wie Iran und Libyen international Schlagzeilen. (APA/dpa)

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