Klimt und Schiele sitzen im Kino

5. März 2006, 20:00
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John Malkovich saß bei Filmpremiere im Wiener Konzerthaus brav die Zeit ab

Das Wiener Konzerthaus ist wirklich ein wunderschöner Kinosaal. Nur: Was bringt das, wenn der Film langweiliger Holler ist? Und so saß John Malkovich Mittwochabend brav die Zeit ab, die es braucht, bis Raoul Ruiz ihn in seiner Klimt-Interpretation verheizt hatte - und tat so, als schlackerten ihm vom durchaus enden wollenden Beifall die Ohren. Aber das Premieren-Setting selbst war erste Klasse: A- bis C-Promis aus Stadt, Kultur und Politik buhlten um Schnappschüsse im Celebrity-Umfeld, Fotografen durften in großer Besetzung rempeln, schubsen und so tun, als würden die Umlagerten nicht ohnehin warten, bis alle alle Bilder haben. Und weil Malkovich schon am Nachmittag verkünden hatte lassen, dass er sich Fragen zur Politik verbitte (wohl weil es irgendwann nervt, ständig als Vorzeige-Ami herumgereicht zu werden), war die interessanteste Geschichte jene, die Madeleine Petrovics Tochter Luise erzählte: Der Teenager hatte bei den Dreharbeiten als Statistin gejobbt - und als Malkovich sich einmal bekleckerte "habe ich ihm erklärt, wie man so einen Fleck rasch weg bekommt. Er war da echt hilflos". (DER STANDARD - Printausgabe, 3. März 2006)
  • Im Klappgestühl: "Klimt" Malkovich mit seiner Frau, Nicoletta Peyran, "Schiele" Nicolai Kinski und Fan.
    foto: thomas rottenberg

    Im Klappgestühl: "Klimt" Malkovich mit seiner Frau, Nicoletta Peyran, "Schiele" Nicolai Kinski und Fan.

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