Ein Stadtplan für Obdachlose

8. März 2006, 09:04
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Information und Orientierungshilfe für unterschiedlichste Hilfsangebote - Brauner: Diesen Winter gab es genug Schlafplätze in Wien

Wien - "In Wien gibt es genug Plätze für Obdachlose - auch im Winter", bilanzierte Sozialstadträtin Renate Brauner (SP) am Donnerstag im Tageszentrum "Josi" in der U-Bahn-Station "Josefstädter Straße".

Von November 2005 bis Jänner 2006 seien 2329 langfristige Wohnplätze und 240 zusätzliche Nächtigungsplätze für Notfälle. Damit sei das Angebot in den insgesamt 35 Einrichtungen so breit gefächert, dass es über den gesamten Winter hinweg stets freie Kapazitäten gegeben habe.

Erfreulich ist für Brauner, dass ein Drittel der Betroffenen es mit sozialarbeiterischer Unterstützung wieder geschafft habe, dauerhaft in den eigenen vier Wänden leben zu können. "Der Teufelskreis Wohnungslosigkeit kann durchbrochen werden."

Schlafsäcke im "Josi"

Es gebe andererseits auch "Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Situation die Angebote zur Nächtigung in einer der Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe nicht annehmen." Diese würden "aktiv von Sozialarbeitern aufgesucht". Diesen Winter wurden für sie etwa im Tageszentrum "Josi" rund 500 Schlafsäcke bereitgestellt.

Brauner präsentierte am Donnerstag auch einen neuen "Stadtplan für Menschen ohne Wohnung" vom "Fonds Soziales Wien" (FSW). Zielgruppe sind jene, die nur ungern die Angebote der Wohnungslosenhilfe in Anspruch nehmen wollen. Und er solle auch Information und Orientierungshilfe für die unterschiedlichsten Hilfsangebote sein, wie FSW-Chef Peter Hacker erläuterte.

In der Broschüre findet sich zum Einen ein Stadtplan und eine Übersicht der Wiener Einrichtungen. Verteilt wird der Stadtplan mit einer Auflage von 7000 Stück vor allem über die Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe und ihrer Kooperationspartner. (frei, DER STANDARD - Printausgabe, 3. März 2006)

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