Capitals Sieger der Penalty-Farce

3. März 2006, 11:19
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Teil zwei des Shootouts zwischen Meister und VSV: Lanzinger scheiterte an Goalie Penker, Caps damit fix im Playoff

Wien - Bei der wohl längsten Entscheidung im Penalty-Schießen in der österreichischen Eishockey-Bundesliga hatten die Vienna Capitals am Donnerstag gegen Villach das bessere Ende für sich. Beim Stand von 2:1 für die Wiener betrat Villach-Spieler Günther Lanzinger pünktlich um 17:35 Uhr das Eis in der mit 1.500 gut gefüllten Albert-Schulz-Halle, lief an, scheiterte jedoch an Caps-Goalie Jürgen Penker. Die Wiener gewannen das Spiel 5:4 und sind somit fix für das Meister-Playoff qualifiziert.

"Es war schwer. Ich habe gewusst, wenn ich halte, bin ich ein Held, wenn ich zwei Treffer bekomme, bin ich der Loser", meinte Penker nach dem Spiel. "Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Nun ist es mir egal, ob wir im Semifinale Villach oder Salzburg bekommen", zeigte sich auch Capitals-Präsident Hans Schmid glücklich. Penalty-Schütze Lanzinger hatte "kein Problem, vor dem Match zu schlafen". Der VSV, der mit der gesamten Mannschaft nach Wien gekommen war, wird am Freitag zum Auswärtsspiel nach Graz weiterreisen.

Begonnen hatte die Groteske mit der Aberkennung des verwerteten Penaltys von VSV-Spieler Bousquet in der 54. Runde, weil nicht er, sondern Lanzinger auf der von den Villachern abgegebenen Liste als Schütze vorgesehen war. Zunächst wurden die Capitals zum Sieger erklärt, zwei Tage später wurde eine Neuaustragung des Penaltyschießens angesetzt, was wiederum von Wiener Landesgerichts für Zivilrechtssachen abgesagt wurde, ehe sich nun der Verband zur Entscheidung durchrang, das Penalty-Schießen beim Stand von 2:1 wieder aufzunehmen.

Im Zuge des Hick-Hacks hatte Caps-Coach und ÖEHV-Teamchef Jim Boni mit Rücktritt gedroht. (APA)

Ergebnis der 54. Runde:

 

  • Vienna Capitals - Pasut VSV 5:4 n.P. (2:1,0:2,2:1 - 0:0/1:0)

 

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